Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
02.06.2026 18:31

Experten fordern Obergrenze beim Ehegattensplitting

BERLIN (dpa-AFX) - In der Debatte über die künftige Besteuerung kinderloser Ehepaare schlagen namhafte Wirtschaftsforscherinnen und -forscher vor, das sogenannte Ehegattensplitting zu begrenzen. Das heutige System begünstige vor allem Partnerschaften, in denen einer - meist der Mann - gut verdient und die Frau nur wenig oder gar nicht arbeitet, heißt es zur Begründung in einem offenen Brief an Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD).

Angesichts des Arbeits- und Fachkräftemangels könne es sich Deutschland aber nicht leisten, Erwerbspotenziale ungenutzt zu lassen. "Wer möchte, dass mehr Menschen ihre Arbeitszeit ausweiten, muss dafür sorgen, dass sich zusätzliche Arbeit auch im Nettoeinkommen spürbar lohnt."

Zu den Initiatorinnen gehören die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Nicola Fuchs-Schündeln, die Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, Monika Schnitzer, und Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics.

Vorteil beim Steuersplitting begrenzen

Konkret schlagen sie vor, den seit Jahrzehnten gewährten Ehegattenausgleich zu erhalten, aber den Vorteil zu begrenzen: Künftig soll nicht mehr das gesamte Einkommen beider Ehepartner zusammengerechnet, halbiert und nach dem Splittingtarif besteuert werden. Stattdessen darf die besser verdienende Person nur maximal 13.805 Euro vom eigenen steuerpflichtigen Einkommen abziehen - und den Betrag muss der andere Partner als sonstige Einkünfte versteuern. Die Obergrenze orientiert sich an den Regeln für Unterhaltszahlungen zwischen geschiedenen Ehepartnern.

Mehreinnahmen voll an Familien zurückgeben

Die Mehreinnahmen sollte der Staat vollständig an Familien zurückgeben, schlagen die Forscherinnen vor - und zwar durch eine deutliche Erhöhung des Kindergeldes und des Kinderfreibetrags. So würde die Förderung dorthin verlagert, wo Verantwortung für Kinder tatsächlich getragen wird - unabhängig davon, ob Eltern verheiratet sind, unverheiratet zusammenleben oder ein Kind allein erziehen. Konkret soll der Kinderfreibetrag danach von jetzt 9.756 auf 11.902 Euro steigen und das Kindergeld von monatlich 259 auf 316 Euro. "Der Reformvorschlag hebt beide Leistungen um rund 22 Prozent an", heißt es dazu.

Unterstützer der Initiative sind auch der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Felix Bierbrauer, der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint E. Gropp sowie der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Marcel Fratzscher, und Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts München.

Finanzministerium hat ähnliche Ideen

Anfang April hatte Klingbeils Finanzministerium ganz ähnliche Vorschläge gemacht und ebenfalls angeregt, sich beim Ehegattensplitting am Unterhaltshöchstbetrag von 13.805 Euro zu orientieren, der für geschiedene und dauernd getrennt lebende Ehepartner gilt. Der bisher besonders große Steuervorteil bei stark unterschiedlichen Einkommen würde entfallen. Bei Paaren mit ähnlichem Einkommen ergäben sich keine Unterschiede./toz/DP/jha



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:   4 5 6 7 8    Berechnete Anzahl Nachrichten: 144     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
11.06.2026 12:02 Iran verurteilt 'großangelegte' US-Angriffe
11.06.2026 12:00 WDH/ROUNDUP 3: Merz ruft alle zur Reformbereitschaft auf
11.06.2026 11:57 Bauwirtschaft erwartet Stagnation beim Umsatz
11.06.2026 11:39 ROUNDUP 3: Merz ruft alle zur Reformbereitschaft auf
11.06.2026 11:18 Kieler Institut bleibt bei Wachstumsprognose für Deutschlan...
11.06.2026 11:03 Erneut Brand auf Schiff in Straße von Hormus
11.06.2026 11:03 Jordanien: 20 iranische Raketen abgefangen
11.06.2026 11:01 ROUNDUP: Wenig Tarifbindung: Deutschland hinkt EU-Vorgaben h...
11.06.2026 10:50 Grüne zu Merz: 'Reißen Sie sich zusammen!'
11.06.2026 10:49 Ökonomen sehen Russlands Wirtschaft am Limit
11.06.2026 10:46 Lage für ukrainische Truppen bei Kostjantyniwka kritisch
11.06.2026 10:46 Linke: Merz-Regierung legt Axt an den Sozialstaat
11.06.2026 10:43 Merz: Bereit für Einsatz in Hormus-Straße nach Kriegsende
11.06.2026 10:43 Zypern zahlt Rückkehrprämien an syrische Familien
11.06.2026 10:43 SPD-Fraktionschef: 'Ich bin seit gestern guten Mutes'
11.06.2026 10:36 Drei Verletzte nach US-Angriffen in Provinz Teheran
11.06.2026 10:27 Handwerkspräsident: Entscheidungen noch vor der Sommerpause
11.06.2026 10:27 Indien: Drei tote Seeleute nach US-Angriff auf Tanker gefund...
11.06.2026 10:26 KORREKTUR/ROUNDUP: US-Militär greift Tanker wegen iranische...
11.06.2026 10:23 WDH/Gewerkschaften: Nun müssen richtige Entscheidungen her
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
13.06.2026

DELTA PLUS GROUP SA
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

IDEAFORGE TECHNOLOGY LTD
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

ITFOR
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

MAAGH ADVERTISING & MARKETING SERVICES LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services