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| 08.03.2026 18:27 Trump: Chamenei-Nachfolger ohne US-Segen 'nicht lang im Amt' WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat dem Iran gedroht, sollte sein Land nicht in die Nachfolge des getöteten iranischen Staatsführers Ajatollah Ali Chamenei einbezogen werden. Es brauche die Zustimmung der USA, sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben. "Wenn er unsere Zustimmung nicht erhält, wird er nicht lang im Amt bleiben." Er wolle nicht, dass man in fünf Jahren wiederkommen müsse, um dasselbe noch einmal zu tun - oder schlimmer noch, dass man zulasse, dass der Iran eine Atomwaffe bekomme, sagte Trump demnach. Irans Außenminister Araghtschi lehnt Einmischung Trumps ab Die Frage, ob er bereit wäre, jemanden mit Verbindungen zur alten Führung zu akzeptieren, bejahte Trump laut ABC News: "Um einen guten Anführer zu wählen, würde ich das tun, ja, das würde ich. Es gibt zahlreiche Menschen, die infrage kommen könnten." Irans Außenminister Abbas Araghtschi machte in einem Interview des US-Senders NBC News hingegen deutlich, dass sein Land keine Einmischung Trumps bei der Wahl des Staatsoberhaupts akzeptieren wird. "Wir erlauben niemandem, sich in unsere internen Angelegenheiten einzumischen", sagte Araghtschi. Das mit der Wahl des Revolutionsführers beauftragte Gremium sei vom Volk gewählt worden und werde seine Aufgabe erledigen. "Das geht nur das iranische Volk etwas an und niemanden sonst", sagte der Außenminister. Unklar, wer Chamenei nachfolgen soll Araghtschi zufolge stand eine Entscheidung des sogenannten Expertenrats aus 88 Geistlichen bisher nicht fest. Niemand wisse, wen die Mitglieder zum Nachfolger des getöteten Chamenei wählen werden, betonte er. Einem iranischen Bericht zufolge wurde über die Nachfolge des getöteten Religionsführers bereits Konsens erzielt. "In den ersten Stunden nach dem Märtyrertod des Führers trat der Expertenrat zusammen, und die Mehrheit einigte sich auf einen einzigen Kandidaten, der dem Präsidium der Versammlung mitgeteilt wurde", sagte ein Mitglied des Expertenrats nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr. Chamenei war bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar in Teheran getötet worden./fsp/DP/mis Weitere Konjunkturnachrichten |
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