Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
04.12.2025 20:20

ROUNDUP: Bund und Länder vertagen Finanzen - Paket für modernen Staat

BERLIN (dpa-AFX) - Bund und Länder haben einen Plan für ein moderneres Deutschland gefasst: Ummeldungen nach einem Umzug sollen einfacher werden, Personalausweise für Senioren länger gültig sein. Für die Wirtschaft sollen Berichtspflichten gestrichen, in der Verwaltung Verfahren verschlankt werden. Bei ihrem größten Konfliktthema jedoch, den Finanzen, schaffen Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die Ministerpräsidenten keinen Kompromiss. Wird das Probleme bei Gesetzesplänen bringen, die auch viele Bürger betreffen?

Merz kündigte noch für das erste Quartal 2026 ein Sondertreffen zur Frage der Bund-Länder-Finanzen an. Das Thema sei sehr viel komplexer als man angenommen habe, räumte er ein. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, der rheinland-pfälzische Regierungschef Alexander Schweitzer (SPD), betonte, man sei "fest entschlossen, dass wir gemeinsame Lösungen finden auf allen staatlichen Ebenen".

Wie Deutschland moderner werden soll

Staat und Verwaltung würden vielfach als "zu bürokratisch, träge und wenig lösungsorientiert" wahrgenommen, heißt es in einem von den Ländern erarbeiteten Punkte-Plan für ein moderneres Land. "Es beeinträchtigt die Lebensqualität der Menschen, bremst die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft und hemmt Innovationen."

Nach dem Treffen in Berlin kündigte Merz an: "Wir werden gemeinsam Deutschland auf einen guten Weg bringen." Das Paket sei ein "wirklich großer Wurf" mit umfangreichen Vereinfachungen und Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger, weniger Bürokratie für die Wirtschaft und Digitalisierung der Verwaltung. Von den 200 Punkten habe man fast 150 geeint, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Als Beispiele nannte Schweitzer bereits am Nachmittag die einfachere Beantragung von Ausweisen sowie einfachere Um- und Abmeldungen von Wohnungen. Personalausweise für über 70-Jährige sollen in Zukunft unbefristet gültig sein. Generell soll man beim Amt weniger Beglaubigungen brauchen. Wo man bisher noch Schreiben auf Papier braucht, sollen im Amtsverkehr künftig oft Mails rechtsgültig sein.

Unternehmen sollen entlastet werden, indem Berichts- und Auskunftspflichten sowie Dokumentationspflichten um mindestens ein Drittel reduziert werden. "Wir gehen davon aus, dass durch eine Entlastung der Wirtschafts- und Bürokratiekosten um 25 Prozent tatsächlich auch ein Wachstumsbooster in diesem Bereich erreicht werden kann", sagte Schweitzer.

Außerdem soll ein Antrag, der vollständig eingereicht, aber nicht binnen drei Monaten bearbeitet wurde, automatisch als bewilligt gelten. Unternehmungsgründungen sollen beschleunigt und innerhalb von 24 Stunden möglich gemacht werden.

Wo es weiter Streit gibt

Das grundlegende Konfliktthema zwischen Bund und Ländern bleibt ungelöst: Muss der Bund Einbußen in den Haushalten von Ländern und Kommunen auffangen, die durch Beschlüsse von Bundesregierung und Bundestag entstehen?

Die Bundesländer drängen darauf, dass bei neuen Steuer- und Leistungsgesetzen gilt: Wer bestellt, der bezahlt. In der Vergangenheit seien Länder und Kommunen auf Kosten zum Beispiel für Gesetze zur Kinderbetreuung, zur Inklusion und in der Flüchtlingspolitik sitzengeblieben.

Die Kommunen brauchten Hilfe angesichts ihrer defizitären Haushalte, räumte Merz ein. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist ebenfalls bereit, Städte und Gemeinden finanziell stärker zu unterstützen, wenn künftige Leistungsgesetze Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte haben. Die Folgen von Steuergesetzen will er allerdings nicht ausgleichen - und auch kein zusätzliches Geld an die Länder zahlen.

Weil es keine Aussicht auf einen Kompromiss gab, vertagten Bund und Länder die Lösung ihres Streits. Das geschehe, "um dem Bund die Chance zu geben, sein Angebot noch mal zu verbessern", sagte Schweitzer. Es müsse eine nachhaltige Lösung gefunden werden.

Was das für Folgen haben könnte

Im Bundesrat stehen Steuerentlastungen zur Abstimmung an, deren Kosten etwas zur Hälfte Länder und Kommunen tragen sollen: Die Erhöhung der Pendlerpauschale und die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie. Werden die Länder nun den Vermittlungsausschuss anrufen, um eine Kompensation des Bundes zu erstreiten?

Beide Entlastungen würden beschlossen, betonte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): "Das ist versprochen und das sind wir den Leuten auch schuldig." Schweitzer erklärte, er könne noch nicht sagen, ob es zu einer Mehrheit im Bundesrat kommen werde - bei der Konferenz der Ministerpräsidenten mit dem Kanzler habe das Abstimmungsverhalten keine Rolle gespielt./tam/DP/mis



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:   5 6 7 8 9    Berechnete Anzahl Nachrichten: 345     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
08.03.2026 20:53 GESAMT-ROUNDUP/Wahl in Baden-Württemberg: Özdemirs Grüne ...
08.03.2026 20:35 ROUNDUP/Baden-Württemberg: Hagel sieht Regierungsbildungsau...
08.03.2026 20:19 CDU-Spitzenkandidat Hagel lehnt AfD-Angebot zu Bündnis ab
08.03.2026 20:18 Mehr als halbe Million Vertriebene im Libanon
08.03.2026 20:01 ROUNDUP 3/Wahl in Baden-Württemberg: Özdemirs Grüne knapp...
08.03.2026 19:40 Baden-Württemberg: Hagel sieht Regierungsbildungsauftrag wo...
08.03.2026 19:38 ROUNDUP: Özdemir will mit CDU 'Partnerschaft auf Augenhöhe'
08.03.2026 19:07 Trump: Wir haben die gesamte Marine des Irans versenkt
08.03.2026 19:04 ROUNDUP 2: Grüne bei Wahl in Baden-Württemberg knapp vor CDU
08.03.2026 19:03 Özdemir will mit CDU 'Partnerschaft auf Augenhöhe'
08.03.2026 19:03 ROUNDUP/Hochrechnungen: Grüne behaupten knapp Platz eins in...
08.03.2026 19:02 Iran-Krieg: Erstmals Tote in Saudi-Arabien
08.03.2026 18:41 Hochrechnungen: Grüne knapp vor CDU in Baden-Württemberg
08.03.2026 18:32 ROUNDUP 3: Angriffe verdunkeln Teheran - Chamenei-Nachfolge ...
08.03.2026 18:31 ROUNDUP/Trumps Fehde mit Großbritannien: 'Werden uns erinne...
08.03.2026 18:29 Grünen-Bundesvorsitzende Brantner: 'Gutes Signal'
08.03.2026 18:29 Was die Wahl in Baden-Württemberg für den Bund bedeutet
08.03.2026 18:27 Trump: Chamenei-Nachfolger ohne US-Segen 'nicht lang im Amt'
08.03.2026 18:26 Ukrainische Drohnenabwehr-Experten reisen in die Golfregion
08.03.2026 18:26 Israel meldet Angriff auf Irans Leitzentrale für Satelliten
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
10.03.2026

GZI TRANSPORT
Geschäftsbericht

SAGENTIA GROUP PLC
Geschäftsbericht

RAND MINING
Geschäftsbericht

MITHRA PHARMACEUTICALS SA
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services