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| 11.03.2025 11:56 Personalmangel im Mittelstand: Ein Drittel bangt um Existenz FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Fachkräftemangel setzt vielen Mittelständlern in Deutschland schwer zu - bis hin zu großen Existenzsorgen. Knapp 60 Prozent der mittelständischen Unternehmen erwarten nach einer Umfrage der Förderbank KfW in den kommenden fünf Jahren Probleme bei der Besetzung offener Stellen. Ein Drittel (33 Prozent) der Firmen sieht wegen des Arbeitskräftemangels mittel- bis langfristig sogar die Existenz in Gefahr. "Besonders kleine Unternehmen äußern diese Sorge", schreibt die KfW. Demnach sehen 39 Prozent der befragten Mittelständler in Ostdeutschland mittel- bis langfristig den Fortbestand ihres Unternehmens wegen Arbeitskräftemangels bedroht. Im Westen sind es 31 Prozent. Am größten sind die Sorgen im Baugewerbe: 10 Prozent der Befragten gaben hier an, sie sähen ihre Existenz daher mittel- bis langfristig "auf jeden Fall" und weitere 29 Prozent "eher" bedroht. Insgesamt planen von Personalmangel betroffene Unternehmen, weniger Aufträge anzunehmen oder Produktion, Öffnungszeiten und Erreichbarkeit einzuschränken, heißt es in der repräsentativen KfW-Umfrage, an der im September 2.494 Unternehmen teilnahmen. Höhere Gehälter und flexiblere Arbeitszeiten Fast acht von zehn Unternehmen, die in den kommenden fünf Jahren mit Problemen bei der Stellenbesetzung rechnen, wollen demnach ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern. 67 Prozent geben an, die Löhne sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich zu erhöhen. 59 Prozent möchten Arbeitszeit oder -orte flexibilisieren und 53 Prozent verstärkt Weiterbildungsangebote anbieten. Dagegen planen mit 22 Prozent nur wenige Mittelständler, Kinderbetreuungsangebote auszubauen. Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte erwägen 25 Prozent. "Angesichts des umfassenden demografischen Wandels werden die Anstrengungen der Unternehmen alleine nicht ausreichen, um die drohenden Engpässe auf dem Arbeitsmarkt zu beheben", sagte KfW-Ökonomin Elisabeth Grewenig. Die Politik müsse Ausbildungsangebote stärken. "Denn zu viele junge Menschen haben zurzeit keinen Berufsabschluss." Zudem müsse die betriebliche Weiterbildung ausgebaut werden./als/DP/jha Weitere Konjunkturnachrichten |
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