Märkte & Kurse

DEUTSCHE BANK AG
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE0005140008 WKN: 514000 Typ: Aktie DIVe: 3,50% KGVe: 6,74
 
12,292 EUR
-0,05
-0,44%
Echtzeitkurs: heute, 19:56:29
Aktuell gehandelt: 677.238 Stk.
Intraday-Spanne
12,180
12,360
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr +4,45%
Perf. 5 Jahre -21,42%
52-Wochen-Spanne
7,250
14,632
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Auszahlplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
18.11.2022-

ROUNDUP 2/EZB-Präsidentin: Weitere Zinserhöhungen im Kampf gegen hohe Inflation

(neu: Aussagen der Notenbankchefs Nagel und Knot)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Europas Währungshüter versprechen einen entschlossenen Einsatz gegen die nach wie vor rekordhohe Inflation. "Wir gehen davon aus, dass wir die Zinssätze weiter anheben werden", sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, am Freitag bei einem Bankenkongress in Frankfurt. "Letztendlich werden wir die Zinsen auf ein Niveau anheben, das die Inflation rechtzeitig auf unser mittelfristiges Ziel zurückführt."

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel mahnte "weitere entscheidende Schritte" an. Er hielte es für "falsch, aus Angst vor einem Abschwung mit weiteren entscheidenden Schritten zu warten". Die Geldpolitik dürfe nicht zu früh nachlassen. "Die Inflation ist eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Wenn wir sie knacken wollen, muss auch die Geldpolitik hart sein", sagte der Bundesbank-Präsident, der im EZB-Rat über den geldpolitischen Kurs mitentscheidet.

Ähnlich argumentierte bei dem Kongress der Chef der niederländischen Notenbank, Klaas Knot: Es brauche jetzt ein "entschlossenes Eintreten für Preisstabilität", sonst werde die "Zähmung der Inflation" wesentlich teurer werden.

Die EZB strebt für den Euroraum mittelfristig Preisstabilität bei zwei Prozent Teuerung an. Im Oktober lagen die Verbraucherpreise im Währungsraum der 19 Länder um 10,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. "Die Inflation im Euroraum ist viel zu hoch", stellte Lagarde fest. Zudem sei das Risiko einer Rezession gestiegen, obwohl die jüngsten Konjunkturdaten positiv überrascht hätten.

Nach langem Zögern stemmt sich die EZB seit Juli mit kräftigen Zinserhöhungen gegen die extrem hohe Teuerung. Der Leitzins im Euroraum, der jahrelang auf dem Rekordtief von null Prozent eingefroren war, liegt inzwischen bei 2,0 Prozent. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing lobte Lagarde für das Umsteuern: "Ich möchte Sie zu der Art und Weise beglückwünschen, wie es Ihnen gelungen ist, die Geldpolitik umzukrempeln."

Lagarde kündige an, die EZB werde auch ihre anderen geldpolitischen Instrumente normalisieren. Die über Jahre durch milliardenschwere Wertpapierkäufe angeschwollene EZB-Bilanz müsse "maßvoll" und "auf vorhersehbare Weise" normalisiert werden: "Im Dezember werden wir die wichtigsten Grundsätze für den Abbau der Anleihenbestände in unserem Ankaufprogramm darlegen." Der EZB-Rat tagt wieder am 15. Dezember.

Bundesbank-Präsident Nagel sprach sich dafür aus, Anfang 2023 damit zu beginnen, den Umfang der milliardenschweren Anleihenbestände im Eurosystem zu reduzieren, indem nicht mehr alle Gelder aus fällig werdenden Papieren wieder neu investiert werden: "Die zusätzliche Straffung würde dazu beitragen, die Inflation zu senken."

Über den Kampf gegen die Inflation hinaus sieht Deutsche-Bank-Chef Sewing dringenden Bedarf, den europäischen Kapitalmarkt wettbewerbsfähiger zu machen. Europa müsse "dringend umsteuern, wenn wir die Zukunft Europas nicht in erster Linie von ausländischen Banken finanzieren lassen wollen", mahnte Sewing, der auch Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) ist.

"Wir brauchen eine Agenda 2030 für Europa. Und der allererste Schritt muss sein, dass wir endlich einen echten europäischen Heimatmarkt schaffen", forderte Sewing. Ohne eine deutliche Steigerung privater Investitionen könne Europa nicht wettbewerbsfähig sein. "Wir werden weder die nachhaltige Transformation meistern noch technologisch mithalten können", warnte Sewing. "Deshalb ist es so wichtig, die Kapitalmarktunion endlich voranzutreiben, um einen liquiden und attraktiven Markt für in- und ausländische Investoren zu schaffen."

Bei der Kapitalmarktunion geht es im Kern darum, bürokratische Hürden zwischen den einzelnen Staaten der Europäischen Union abzubauen, um Unternehmen mehr Möglichkeiten zu geben, sich Geld zu beschaffen. Seit 2015 liegen Pläne der EU-Kommission dafür auf dem Tisch.

Sewing forderte zugleich eine Neujustierung der Bankenregulierung: Es werde "immer deutlicher, dass der derzeitige regulatorische Rahmen wenig zur Stärkung der europäischen Banken beiträgt". EZB-Präsidentin Lagarde betonte ebenfalls die Bedeutung eines widerstandsfähigen Finanzsektors zur Bewältigung der milliardenschweren Herausforderungen der kommenden Jahre: "Eine zu weitgehende Regulierung würde die Banken anfälliger für Schocks machen und sie weniger in die Lage versetzen, die Übergänge zu unterstützen, von denen unser künftiges Wachstum abhängen wird."/ben/stw/DP/stw

Name Kurs Währung Datum Zeit HP*
DEUTSCHE BANK AG 12,286 EUR 30.01.23 19:42 Lang & S...
 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:  1 2 3 4 5    Anzahl: 307 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
30.01.2023 10:44 AKTIE IM FOKUS: Commerzbank stark nach Eckdaten - ...
30.01.2023 05:50 WOCHENAUSBLICK: Heiße Phase der Berichtssaison un...
27.01.2023 16:46 WOCHENAUSBLICK: Heiße Phase der Berichtssaison un...
26.01.2023 17:08 EQS-Stimmrechte: Deutsche Bank AG (deutsch)
25.01.2023 08:21 Aktien Frankfurt Ausblick: Dax bleibt auf Richtung...
25.01.2023 05:51 Studie: Immobilienkäufer bringen mehr Geld mit un...
23.01.2023 14:50 ROUNDUP/Bafin-Chef: Risiko für Kreditausfälle ge...
22.01.2023 13:42 Kaum noch Schäden infolge von Datenklau an deutsc...
19.01.2023 13:20 DAVOS/Klimaaktivistinnen: Hier sitzen die Schuldig...
17.01.2023 08:20 Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Gewinnmitnahmen...
05.01.2023 05:40 Steigende Bauzinsen beflügeln Nachfrage nach Baus...
04.01.2023 18:19 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Erholung gewinnt...
04.01.2023 11:47 AKTIEN IM FOKUS: Bankenwerte bleiben im Aufwind - ...
04.01.2023 11:15 OFFIZIELLE KORREKTUR/ROUNDUP/Finanzlobby im Bundes...
04.01.2023 07:34 ROUNDUP: Jagd nach gestohlenen Milliarden - Justiz...
04.01.2023 06:24 Experten dringen auf schnellere Aufarbeitung des C...
03.01.2023 10:48 ROUNDUP 2/Mächtige Finanzlobby im Bundestag: Tran...
03.01.2023 06:35 ROUNDUP/Mächtige Finanzlobby im Bundestag: Transp...
03.01.2023 06:25 Anleger suchen sichere Investments - Junge setzen ...
03.01.2023 06:19 Finanzwende: Finanzlobby im Bundestag besonders st...

Börsenkalender 1M

02.02.23
Geschäftsbericht

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services