Märkte & Kurse

E.ON SE
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE000ENAG999 WKN: ENAG99 Typ: Aktie DIVe: 5,39% KGVe: 11,37
 
9,404 EUR
+0,01
+0,06%
Echtzeitkurs: heute, 16:07:46
Aktuell gehandelt: 252.050 Stk.
Intraday-Spanne
9,310
9,450
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr -12,82%
Perf. 5 Jahre -1,49%
52-Wochen-Spanne
7,710
12,548
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Auszahlplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
10.06.2022-

ROUNDUP/Nur kein moralischer Zeigefinger: Habeck wirbt fürs Energiesparen

BERLIN (dpa-AFX) - Mit Anzeigen in Bahnhöfen, sozialen Netzwerken oder anderswo im Internet will Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck die Menschen zum Energiesparen bewegen. Der Grünen-Politiker warb bei der Vorstellung seiner neuen Kampagne am Freitag in Berlin für eine "große gemeinsame Kraftanstrengung" und appellierte: "Wir müssen alle versuchen, unseren Beitrag zu leisten." Die Kampagne steht unter dem Motto "80 Millionen gemeinsam für den Energiewechsel", was sich auf die Einwohnerzahl Deutschlands bezieht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lebten hierzulande zuletzt 83,2 Millionen Menschen.

Habeck begründete den Vorstoß mit dem Klimaschutz und den in Folge des Angriffskriegs des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die Ukraine gestiegenen Energiepreisen. Und Verbraucher könnten zudem Geld sparen: "Nicht nur Putin eins auswischen, sondern selber auch ein bisschen was einsparen." Die Kampagne solle nicht mit einem belehrenden Zeigefinger daherkommen.

Die Preise für fossile Energie seien derzeit enorm hoch, so Habeck. "Gerade im Herbst werden viele Menschen deutlich höhere Heizrechnungen bekommen als sonst. Allein schon deshalb ist Energiesparen dringend notwendig, und ich weiß, dass viele schon schauen, wo sie etwas einsparen können, gerade, wenn sie ohnehin auf jeden Cent achten müssen." Tipps und Hinweise sollten das so leicht wie möglich machen. "Regelmäßig das Eisfach abtauen, Duschkopf wechseln oder in Büros die Beleuchtung auf LED umstellen - das senkt den Verbrauch. Und wenn viele das machen, bringt das in der Summe wirklich was." Wo bei der Erwärmung von Wasser Gas zum Einsatz komme, sei dies der zweithöchste Posten beim Energieverbrauch. "Nicht, dass man stinken soll oder weniger duschen, aber vielleicht dran denken, dass das Duschen, die Warmwassergewinnung auch nicht energiefrei erfolgt."

Habeck erklärte, auch in seinem eigenen Ministerium werde bereits mehr Energie gespart. "Ich habe mich, als ich Minister wurde, total gefreut, dass es so ein schönes altes Haus ist, schön beleuchtet. Das haben wir abgestellt." Dass die von der Bundesregierung für drei Monate gesenkte Mineralölsteuer, die das Tanken billiger machen soll, kein Beitrag zum Energiesparen ist, gab der Minister zu. "Ja, das ist ein gewisser Widerspruch, aber manchmal ist Politik eben auch nicht aus einem Guss."

Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Jutta Gurkmann, lobte die Kampagne als richtigen Schritt, gab aber zu bedenken: "Die Abhängigkeit von fossilen Energien können wir nicht mit individuellen Kaufentscheidungen, Konsumentscheidungen lösen." Auch die Rahmenbedingungen müssten stimmen. "Wir lassen aber auch enormes Energiesparpotenzial auf der Straße liegen, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin mit dem Verbrennungsmotor zur Arbeit fahren müssen, weil der Bus auf dem Land eben nur zwei Mal am Tag vorbei fährt."

Der stellvertretende Präsident des Deutschen Städtetags, Ulf Kämpfer (SPD), erinnerte daran, dass arme Menschen mit Energiearmut kämpfen. Das wisse er als Oberbürgermeister des nicht eben reichen Kiel. Ein Problem sei aber auch die "Immer-mehr-Mentalität" mit mehr und größeren Autos, größeren Fernsehern, Kühlschränken und Wohnungen. Dies habe die Energieeffizienzgewinne der letzten Jahrzehnte wieder aufgefressen. Es brauche einen langfristigen Mentalitätswandel. Tobias Pforte-von Randow vom Deutschen Naturschutzring plädierte für langsameres Autofahren: "Es ist unglaublich, wie viel weniger Benzin verbraucht wird, wenn man 100, 110, 120 fährt als wenn man 160, 170 fährt."

Für die Kampagne, die drei Jahre laufen soll, sind in einem ersten Schritt vier Millionen Euro vorgesehen. Weitere Mittel sollen folgen, wenn der nächste Bundeshaushalt beschlossen ist.

Neben Verbrauchern sind auch Unternehmen und Betriebe Adressaten der Kampagne. Bei Friseuren etwa ließe sich bei der Dauer der Zeit, die der Wasserhahn aufgedreht ist, sparen oder mit dem Einsatz dünnerer Handtücher, die beim späteren Waschen weniger Energie benötigen, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer.

Der Appell zum Energiesparen wird unterstützt von einer Reihe von Organisationen, darunter Kommunalverbände, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, Umwelt- und Verbraucherschützern. Die neue Kampagne stößt aber auch auf Kritik in der Zivilgesellschaft. Ärmere Menschen hätten kaum Möglichkeiten, Energie zu sparen, stellte die Präsidentin des Sozialverbands Deutschland, Verena Bentele, fest. "Stattdessen leben Menschen im Sozialleistungsbezug oft in schlecht isolierten Wohnungen mit alten Haushaltsgeräten, die viel Strom verbrauchen."

Umweltverbände warfen Habeck einen falschen Fokus vor. "Die Energiespar-Kampagne von Robert Habeck ist eine Nebelkerze: Anstatt dass er selbst tätig wird, verschiebt er die Verantwortung vor allem auf die Verbraucherinnen und Verbraucher und gibt Duschkopf-Tipps", beklagte die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, Barbara Metz. Richtig sparen ließe sich bei der Sanierung von Gebäuden und dafür brauche es mehr staatliche Vorgaben und Förderung. Viviane Raddatz vom WWF unterstützte den Vorstoß zwar grundsätzlich, erklärte aber, die Ausrichtung der Kampagne auf Privathaushalte und das Gewerbe greife zu kurz. "Notwendig sind insbesondere verbindliche Einsparungen im Industriesektor", so Raddatz. "Im Verkehrssektor wäre unter anderem ein Tempolimit sinnvoll."/hrz/DP/jha

Name Kurs Währung Datum Zeit HP*
E.ON SE 9,400 EUR 16.08.22 15:55 Lang & S...
RWE AG 43,160 EUR 16.08.22 15:55 Lang & S...
 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:  1 2 3 4 5    Anzahl: 396 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
16.08.2022 12:45 Spahn: SPD muss Blockade von AKW-Streckbetrieb au...
16.08.2022 11:49 Bayerische Landtagsgrüne: AKW-Streckbetrieb wäre...
12.08.2022 16:27 WDH/ROUNDUP 2/Merz: Scholz muss bei Atomlaufzeit R...
12.08.2022 15:36 ROUNDUP 2/Merz: Scholz muss bei Atomlaufzeit Richt...
12.08.2022 06:00 ROUNDUP/Merz: Scholz muss bei Atomlaufzeit Richtli...
12.08.2022 05:32 Merz: Scholz muss bei Atomlaufzeit Richtlinienkomp...
11.08.2022 13:08 Atomkraft: RWE will sich an Entscheidung der Polit...
11.08.2022 12:40 Greenpeace-Experte: AKW kämen 2023 nur auf ein Pr...
10.08.2022 18:23 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax profitiert v...
10.08.2022 15:20 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 10.08.2022 - 1...
10.08.2022 15:05 Aktien Frankfurt: Dax legt nach hoffnungsvollen US...
10.08.2022 13:51 ROUNDUP 2: Hohe Energiepreise belasten Eon - Profi...
10.08.2022 13:17 Eon signalisiert Gesprächsbereitschaft in Sachen ...
10.08.2022 13:14 AKTIEN IM FOKUS: Eon reagieren kaum auf Zahlen - R...
10.08.2022 12:13 Energiekonzern Eon rechnet mit weiter steigenden S...
10.08.2022 11:51 Aktien Frankfurt: Dax leicht im Plus vor US-Inflat...
10.08.2022 10:46 Aigner: Widerstand der CSU gegen neue Stromtrassen...
10.08.2022 10:42 ROUNDUP: Hohe Energiepreise belasten Eon - Profiti...
10.08.2022 10:01 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax richtungs...
10.08.2022 08:33 WDH/Aktien Frankfurt Ausblick: Zurückhaltung vor ...

Börsenkalender 1M

Es finden keine Ereignisse in den nächsten 30 Tagen statt

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services