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05.07.2022 16:39

APA ots news: Nachhaltig und vorausschauend - BILD

Vereinigung der österreichischen Zementindustrie:
CO2-Neutralität und Kreislaufwirtschaft

Wien (APA-ots) - Die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie,
VÖZ, beweist mit ihrer soeben präsentierten Roadmap Weitblick und
zeigt ihre Innovationsenergie für eine klimafit gebaute Umwelt:
"Nachhaltig und vorausschauend haben wir uns in den vergangenen
Jahren in Richtung CO2-Neutralität und Kreislaufwirtschaft engagiert
- die ersten Früchte können wir bereits ernten: "Die
Bauteilaktivierung etabliert sich im mehrgeschoßigen Wohnbau wie auch
bei Bürobauten und hat angesichts der aktuellen Hitzewelle ihr
Potenzial gezeigt. Die innovative Technologie wird als
Klimaschutzmaßnahme bereits in einigen Bundesländern wie auch vom
Klima- und Energiefonds gefördert. Die Zementproduktion reduziert
ihren CO2-Ausstoß laufend und zukünftig werden Treibhausgase zu neuen
Werkstoffen - Stichwort Carbon-to-Product - weiterverarbeitet werden
können, womit die Zementindustrie in puncto Kreislaufwirtschaft eine
steile Vorgabe für andere Industriebranchen liefert", so Sebastian
Spaun, Geschäftsführer VÖZ, in seinem Resümee über das Jahr 2021.
Kreislaufwirtschaft ist eines der wichtigen Stichworte der Zukunft,
die Zementindustrie liefert dazu einen wertvollen Beitrag: Zement und
Beton können zu 100 Prozent wiederverwendet werden.

Zwtl.: Bilanz 2021

Das Jahr 2021 war nach der Corona-Zeit kein einfaches Jahr: Es war
gekennzeichnet durch verunsicherte und sehr vorsichtige Auftraggeber,
durch Lieferengpässe und extreme Preisschwankungen, die sich 2022
nahtlos fortsetzten. "Die durch den Ukraine-Krieg enorm gestiegenen
Strom- und Betriebsmittelpreise setzen unsere Mitgliedsunternehmen
zusätzlich unter Druck. Doch auch diesbezüglich punkten die Baustoffe
Zement und Beton: Regional hergestellt benötigen die weltweit am
meisten verwendeten Materialien keine Rohstoffe aus dem Ausland und
können so weiterhin pünktlich geliefert werden", so Spaun.

2021 erwirtschaftete die österreichische Zementindustrie einen
Umsatz von 517,5 Mio. Euro - um 12,5 Prozent mehr als 2020. Insgesamt
produzierten die acht Zementwerke 2021 an die 5,6 Millionen Tonnen
Zement - das sind 6,5 Prozent mehr als im Jahr 2020. Spannend ist ein
Blick auf die Brennstoffe: insgesamt wurden 2021 über 75 Prozent der
fossilen Energieträger durch Ersatzbrennstoffe (Sägemehl, Altholz,
Gummiabfälle, heizwertreiche Fraktion, landwirtschaftliche
Rückstände) substituiert. Auf ebenfalls hohem Niveau befindet sich
zudem die Ressourcenschonung: Pro Tonne Zement wurden bereits 447
Kilogramm an alternativen Materialien einer neuerlichen Verwertung
zugeführt. Verbesserungen gab es zudem bei der Emission von
Luftschadstoffen, beispielsweise wurde bei Staub eine Reduktion um 12
Prozent im Vergleich zu 2020 erzielt. Auch die bahnverladenen
Frachten sind das vierte Jahr in Folge gestiegen. Diese Zahlen
spiegeln sich auch in den Anlageinvestitionen der Werke wider: 2021
wurde 66,7 Millionen Euro in Anlagen investiert (2020 waren es 49,2).
Der Mitarbeiterstand stieg von 1.199 (2020) auf 1.217 im Jahr 2021
(+1,5 Prozent), die Lehrlingszahlen stiegen um 2,8 Prozent und die
Anzahl an Frauen um 2,3 Prozent.

Das Umsatzplus ist vor allem auf den Hochbau, insbesondere den
Wohnungshochbau zurückzuführen - im Tiefbau zeigt sich die
Auftragslage abgesehen von Großprojekten wie U-Bahn- und anderen
Tunnelbauten eher rückläufig.

Die Kennzahlen 2021 ([https://jahresbericht.zement.at/kennzahlen/]
(https://jahresbericht.zement.at/kennzahlen/)) belegen die Bemühungen
der österreichischen Zementindustrie.

Zwtl.: Raus aus fossiler Energie

Der Ukraine-Krieg hat die Nachteile der Globalisierung aufgezeigt
- die Abhängigkeit von fossiler Energie muss schnellstmöglich
reduziert werden. "Die ersten österreichischen
Elektrizitätsversorgungsunternehmen bekennen sich bereits zu null
fossiler Energie als Ziel - wir haben als VÖZ in unserer Roadmap die
Latte ebenso hochgelegt: CO2-Neutralität bis 2050. Die
klimafreundliche Herstellung von klimafitten Zementen wie auch die
Speicherfähigkeit von Beton sind die Highlights des Bündels an
Maßnahmen, das sich an der Roadmap der europäischen Zementindustrie
und deren 5-C-Strategie orientiert", erläutert Spaun.

Für all die Bemühungen benötigt Österreich Strom - hier ist die
Politik gefordert, die entscheidenden Weichen für Strom aus
erneuerbaren Energiequellen oder auch für die Bereitstellung von
Wasserstoff zu stellen. Die neue Werbekampagne von Beton Dialog
Österreich erregt bereits viel Aufmerksamkeit - das freut Spaun
besonders: "Wir schlagen Brücken in eine klimaneutrale Zukunft und
laden alle Stakeholder wie auch die Politik und Industrie ein, mit
uns in Dialog zu treten, denn Klimaschutz geht uns alle etwas an."

Zwtl.: Neuer VÖZ-Präsident

<a></a>Nach 14 Jahren begibt sich Rudolf Zrost in seiner Funktion
als Vorsitzender der VÖZ in den wohlverdienten Ruhestand. Für ihn,
der seit 2022 ebenso als Geschäftsführer von Leube in Pension ist,
waren die Jahre in der sogenannten Standesvertretung der
Zementindustrie spannend und zugleich fordernd: "Keinen Tag möchte
ich missen, und gerade die vergangenen Monate haben uns gezeigt, der
Weg, den wir als VÖZ bereits vor über zehn Jahren eingeschlagen
haben, ist zukunftsweisend: Raus aus Gas, hin zum Heizen und Kühlen
ohne fossiler Energie und runter mit den CO2-Emissionen in der
Produktion. Da haben wir viel geschafft, und ich bin stolz, Teil der
Klimaschutzaktivitäten gewesen zu sein und bei einigen Meilensteinen
mitgewirkt zu haben", so Rudolf Zrost. Sein Engagement würdigte das
Vorstandsgremium der VÖZ mit der Verleihung der Ehrenpräsidentschaft.

Im Rahmen der Sommersitzung der VÖZ wurde einstimmig sein
Nachfolger gewählt: Berthold Kren - bis Mitte 2020 war er bei Holcim
für Indien und Asien verantwortlich - ist vor rund zwei Jahren als
Chef von Lafarge erneut in Wien gelandet und bringt nun neben seinen
internationalen Erfahrungen sein Know-how für eine rasante
Weiterentwicklung des Baustoffs Beton als Vorsitzender ein. Zu seinem
Stellvertreter wurde Heimo Berger von Leube gewählt.

Berthold Kren will die Schwerpunkte Klimaschutz und
Kreislaufwirtschaft mit vollem Elan und über Österreichs Grenzen
hinaus weiter ausbauen: "Klimaneutralität ist die einzige Chance zur
Rettung unseres Planeten, die wir haben - wir nehmen das Thema ernst
und werden in den kommenden Jahren eine Vielzahl an Pilotprojekten
starten." Der geborene Steirer ist Absolvent der Montanuniversität
Leoben, mit Fokus Umweltschutz - seit 2005 ist er für Holcim tätig.

Zwtl.: Vorbildlicher Tower

Die Bilanzpressekonferenz, in deren Rahmen auch der neue
VÖZ-Vorsitzende Berthold Kren vorgestellt wurde, fand in einem
topaktuellen Vorzeigebeispiel für den klugen Einsatz von Beton statt:
im Austro Tower, in den Räumlichkeiten der österreichischen
Flugsicherung und Luftfahrtbehörde Austro Control. Das 135 Meter hohe
Bürohochhaus ist der neue Standort von Soravia, Asfinag und Austro
Control. Soravia entwickelte das neue Wahrzeichen am Wiener
Donaukanal gemeinsam mit der Arge AZPML-Share architects, die
Ausführungsplanung stammt von ATP Wien. Wahrzeichen ist das Bauwerk
auch im Sinn des Klimaschutzes. Die Gebäudetechnik ist
zukunftsweisend: Geheizt und gekühlt wird, wie auch beim benachbarten
TrIIIple-Ensemble, mit dem Wasser aus dem Donaukanal, die
Bauteilaktivierung sorgt für ein Rundum-Wohlfühlklima in allen 35
Stockwerken. Der Austro Tower ist nach Leed und durch die ÖGNI mit
Platin zertifiziert. "Das Projekt zeigt, wie vielfältig Beton ist -
in die Höhe gebaut, schont die Bauweise die wertvolle Ressource Boden
und minimiert die Versiegelung. Die Nutzung des Donaukanalwassers
stellt ebenso eine richtungsweisende Innovation dar - da ist die
Aktivierung der 30 Zentimeter dicken Betondecken noch eine besondere
Draufgabe in Richtung klimafitte Zukunft", zeigte sich Berthold Kren
bei der exklusiven Führung durch den Austro Tower begeistert.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Dipl.-Ing. Claudia Dankl
Zement+Beton Handels- und Werbeges.m.b.H.
TU Wien Science Center
Franz-Grill-Straße 9, OZ, 1030 Wien
dankl@zement.at
www.zement.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1433/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

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