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| 03.03.2026 15:15 WDH: Gaspreis steigt auf Drei-Jahres-Hoch - Katar-Lieferungen bleiben gestoppt (technische Wiederholung) AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg hat den Preis für europäisches Erdgas den zweiten Tag in Folge stark nach oben getrieben. Am Dienstag stieg er auf den höchsten Stand seit gut drei Jahren wegen eines fortgesetzten Lieferstopps von Flüssiggas aus dem wichtigen Förderland Katar. An der Börse in Amsterdam stieg der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zeitweise bis auf 65,79 Euro je Megawattstunde (MWh). Damit hat sich der Preis für den Rohstoff innerhalb von nur zwei Tagen in etwa verdoppelt. Noch stärker war der Gaspreis zuletzt zum Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor vier Jahren gestiegen. Damals waren die Notierungen an der Börse in Amsterdam zeitweise über 300 Euro je MWh geklettert. Am Nachmittag hat der Gaspreis aber wieder einen Teil der frühen Gewinne abgegeben und wurde bei 57,42 Euro je MWh gehandelt. Analyst Ross Wyeno beim Finanzdienstleister S&P Global Energy erwartet in den kommenden Tagen weiter erhebliche Preisschwankungen am Gasmarkt. Seit Beginn der Woche sind Exporte von LNG-Flüssiggas aus Katar gestoppt. Am Montag wurde eine wichtige Anlage zum Export von LNG-Flüssiggas nach einem iranischen Drohnenangriff stillgelegt. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern suchen Kunden aus Asien fieberhaft nach Alternativen für ausfallende Gaslieferungen, was auch die Preise auf dem europäischen Markt nach oben treibt. Der Iran hatte auf die Angriffe durch die USA und Israel mit Gegenangriffen reagiert und den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt, ein Nadelöhr des weltweiten Energiehandels. Dies hatte zu Beginn der Woche einen ersten Preissprung am Gasmarkt ausgelöst. Für die weitere Entwicklung des Gaspreises und mögliche Folgen des starken Anstiegs auf die konjunkturelle Entwicklung ist nach Einschätzung von Experten die Dauer des Kriegs im Nahen Osten entscheidend. Erst bei einer längeren Dauer wird mit spürbaren Folgen gerechnet. Zuletzt haben die USA widersprüchliche Signale zur möglichen Dauer des Krieges gesendet. Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs haben ihre Prognose für den europäischen Gaspreis im April mittlerweile angehoben. Sie verwiesen auf die Sorgen der Investoren vor Lieferengpässen./jkr/jsl/jha/ Weitere Konjunkturnachrichten |
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