Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
19.11.2025 06:35

ROUNDUP/Fall Khashoggi: Trump nimmt Saudi-Kronprinz in Schutz

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bei dessen erstem Besuch im Weißen Haus nach der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gegen Kritik verteidigt. Auf die Frage einer Journalistin zum Fall Khashoggi sagte Trump im Oval Office in Washington: "Sie erwähnen jemanden, der äußerst umstritten war". Viele Menschen hätten den Journalisten nicht gemocht. Aber ob man ihn nun möge oder nicht, "Dinge passieren", sagte Trump weiter. Mohammed bin Salman habe jedenfalls nichts von der Sache gewusst, behauptete Trump. Den Arbeitgeber der Journalistin, den US-Sender ABC News, verunglimpfte der Präsident als "Fake News".

Khashoggi hatte unter anderem als Kolumnist der renommierten US-Zeitung "Washington Post" gearbeitet, eher er im Jahr 2018 das saudische Konsulat in Istanbul betrat und für immer verschwand. Es gilt als erwiesen, dass er dort ermordet und seine Leiche zerstückelt wurde. US-Geheimdienste sahen den saudischen Kronprinzen als Drahtzieher für die Tat an. Das Königshaus weist das zurück.

US-Medien verwiesen nun auf einen Post der Witwe Khashoggis auf der Plattform X, in dem Hanan Elatr Khashoggi auf Trumps Äußerungen reagierte. "Es gibt keine Rechtfertigung für den Mord an meinem Mann", schrieb sie demnach an den US-Präsidenten gerichtet. Ihr Mann sei mutig gewesen, viele seien aber vielleicht nicht mit seinen Ansichten und seinem Wunsch nach Pressefreiheit einverstanden gewesen.

Der Besuch des saudischen Kronprinzen im Weißen Haus hatte heftige Kritik von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten hervorgerufen. Trump stellte seinem Gast, den er als "äußerst angesehenen Mann" bezeichnete, nun ein erstklassiges Zeugnis im Hinblick auf Menschenrechte aus. "Ich bin sehr stolz darauf, was er geleistet hat. Was er getan hat, ist unglaublich, hinsichtlich Menschenrechten und allem anderen", sagte Trump im Weißen Haus neben einem sichtlich zufriedenen MBS, wie der saudische Thronfolger oft nur genannt wird. Trump fügte hinzu: "Es ist eine Ehre, dein Freund zu sein, und es ist eine Ehre, dass du hier bist."

Kampfjets fliegen übers Weiße Haus

Als er den saudischen Kronprinzen mit viel Pomp in Washington empfängt, donnern gleich mehrere Kampfjets vom Typ F-35 über das Weiße Haus. Schon vor der Ankunft des Gastes hatte Trump den Verkauf der heiß begehrten Tarnkappenjets versprochen.

Bei dem Treffen im Oval Office wird nun einmal mehr klar, dass Trump in dem Saudi vor allem einen Geschäftspartner sieht. Schon vor Trumps Besuch in Saudi-Arabien im Mai hatte der Thronanwärter saudische Investitionen in den USA im Umfang von 600 Milliarden Dollar über vier Jahre zugesagt. Nun spricht er gar von einer Billion, ohne das genauer aufzuschlüsseln.

Hoffnungen auf Normalisierung der Beziehung zu Israel

Der Besuch des saudischen Herrschers hatte auch Hoffnungen geweckt, es könne Bewegung in die Frage kommen, ob das Königreich den Abraham-Abkommen zur Normalisierung der Beziehung mit Israel beitritt. Doch hier bleibt vieles vage. Trump sagt, man habe darüber gesprochen und er habe ein gutes Gefühl.

Der saudische Kronprinz machte allerdings zumindest Andeutungen, dass eine Normalisierung der Beziehung nicht unmöglich ist. Man wolle Teil der Abraham-Abkommen werden, sagt Mohammed bin Salman, aber es müsse einen "klaren Weg hin zu einer Zweistaatenlösung" geben. Dabei geht es um eine friedliche Koexistenz Israels mit einem unabhängigen Staat Palästina. Auf die Frage, wie Israel zu der Weitergabe der Tarnkappenflugzeuge stehe, über die bisher nur der jüdische Staat in der Region verfügt, sagte Trump: "Israel wird glücklich sein". Was genau er damit meinte, blieb unklar.

Israels Regierung lehnt Zweistaatenlösung ab

Das Thema Zweistaatenlösung hatte bereits in den Tagen vor dem Besuch die Gemüter in Israel erhitzt. Ein Passus über die Möglichkeit eines palästinensischen Staats hatte den Weg in die UN-Resolution gefunden, die den Gaza-Friedensplan des US-Präsidenten stützen soll. Die Resolution wurde beinahe einstimmig angenommen. Nur die Veto-Mächte Russland und China enthielten sich. Die Zustimmung setzt ein deutliches Zeichen, dass der Friedensplan auf breite Unterstützung der Staatengemeinschaft bauen kann.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt die Gründung eines palästinensischen Staats jedoch ab und bekräftigte das kurz vor der Abstimmung am Montagnachmittag erneut. Er reagierte damit auf Forderungen seiner rechtsextremen Koalitionspartner Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich.

Deutschland und andere westliche Verbündete Israels betrachten die Zweistaatenlösung als einzigen Weg zu einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts.

Aktivisten: Schlimmste Unterdrückung in Geschichte des Landes

Human Rights Watch und andere Menschenrechtsorganisationen veröffentlichten kurz vor dem Besuch Mohammed bin Salmans einen Aufruf, in dem sie eine klare Positionierung der USA forderten. Washington müsse Themen wie die Hinrichtungen in dem Land ansprechen, die in diesem Jahr mit bereits 300 exekutierten Menschen auf einen Rekord zusteuerten. Dabei sei es höchst unwahrscheinlich, dass Angeklagte einen fairen Prozess erhielten.

Saudi-Arabien habe in den vergangenen Jahren die schlimmste Unterdrückung der Meinungsfreiheit und Missachtung von Menschenrechten in der modernen Geschichte des Landes erlebt, so die Aktivisten./cmy/DP/zb



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 605     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
10.08.2026 11:34 Iran plant Gebühren für Straße von Hormus
10.08.2026 11:34 Meloni und Frederiksen warnen vor 'unkontrollierter Migratio...
10.08.2026 11:32 Weniger Touristen in Berlin im ersten Halbjahr
10.08.2026 11:08 Ifo: Irankrieg trifft ärmere Haushalte und Rentner besonders
10.08.2026 10:50 Nach Raketen-Einschlag: Polen will Bürger per SMS warnen
10.08.2026 10:35 Eurozone: Sentix-Konjunkturindex erholt sich vierten Monat i...
10.08.2026 10:04 Friedensrat: Gaza-Fahrplan als Ausweg aus Gewaltspirale
10.08.2026 09:31 Bauern fordern mehr und schnellere Hilfen im Klimawandel
10.08.2026 08:51 Verband warnt: Rhein bald nicht mehr durchgängig befahrbar
10.08.2026 08:36 Günther: Bundeswehr im Inneren bei Drohnenabwehr einsetzen
10.08.2026 07:51 Tropensturm 'Dolphin' bringt Shanghai aus dem Takt
10.08.2026 07:08 Als Lehre aus Ceuta: EVP-Chef Weber für Abschiebezentren
10.08.2026 06:35 ROUNDUP 2/Trump zu Iran-Diplomatie: 'Es ist wie eine Schachp...
10.08.2026 06:35 ROUNDUP/Mindestlohn-Betrug: DGB berechnet 64 Milliarden Euro...
10.08.2026 06:35 ROUNDUP: Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch ...
10.08.2026 06:00 ROUNDUP/Iran-Diplomatie ohne Durchbruch: Trump gibt sich gel...
10.08.2026 06:00 ROUNDUP: Tote und Verletzte bei Angriff auf russische Stadt ...
10.08.2026 06:00 ROUNDUP/Selenskyj: Massiver Stromausfall in Odessa
10.08.2026 05:59 WDH/Selenskyj: Erwarten bis zu 50.000 nordkoreanische Soldat...
10.08.2026 05:56 Selenskyj: Erwarten bis zu 50.000 nordkoreanische Soldaten i...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
10.08.2026

ZINITIX CO LTD
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

WUHAN P&S INFORMATION TECHNOLOGY CO LTD
Geschäftsbericht

MOORE THREADS TECHNOLOGY CO LTD
Geschäftsbericht

HIGOLD GROUP CO LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services