Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
06.12.2022 14:44

Organisationen: Berlin versucht EU-Lieferkettengesetz abzuschwächen

BERLIN (dpa-AFX) - Mehr als 130 Organisationen haben der Bundesregierung vorgehalten, sie versuche, das gegen Kinderarbeit und Ausbeutung gerichtete EU-Lieferkettengesetz abzuschwächen. "Wirksam ist ein EU-Lieferkettengesetz nur, wenn Betroffene von Menschenrechtsverletzungen eine realistische Chance erhalten, in der EU Schadenersatz von den verantwortlichen Unternehmen einzuklagen", forderte Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor, am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung in Berlin. Zertifikate und Branchenstandards seien keine Garanten für Menschenrechte und dürften Unternehmen nicht von der Haftung befreien: "Die Bundesregierung muss ihre Forderungen nach solchen Schlupflöchern zurückziehen."

Die "Initiative Lieferkettengesetz" hatte am Montag nach eigenen Angaben im Kanzleramt eine an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gerichtete Petition mit 90 248 Unterschriften übergeben. In der Textilindustrie entstünden 85 Prozent der Treibhausgase und Umweltschäden schon zu Beginn der Produktion, so Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland. Scholz solle mit den Koalitionspartnern die Sanktionierbarkeit der Klima-Sorgfaltspflichten entlang der gesamten Lieferketten sicherstellen. Markus Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, forderte, es dürfe keine Ausnahmen für Geschäftsfelder wie Waffenexporte oder Finanzinvestitionen geben.

Die EU-Staaten hatten sich in der vergangenen Woche für schwächere Vorgaben beim Lieferkettengesetz ausgesprochen als von der Kommission vorgesehen. Das war aus einem Beschluss hervorgegangen, den die tschechische Ratspräsidentschaft am Donnerstag veröffentlicht hatte.

Das Bündnis der Organisationen warf der Bundesregierung vor, sie habe sich dafür eingesetzt, dass Waffenexporte und Finanzinvestitionen von dem Gesetz ausgenommen und Unternehmen, die ihre Klimapläne nicht umsetzten, nicht sanktioniert würden. Diese Positionen fänden sich nun auch im EU-Ratsbeschluss wieder. Nicht durchgesetzt habe sich die Bundesregierung hingegen mit dem Versuch, eine sogenannte Safe-Harbour-Klausel in dem Beschlusstext unterzubringen. Die Organisationen bezeichneten dies als "eine Art Freifahrtschein für Unternehmen, die bestimmte Zertifizierungen verwenden oder sich an Branchenstandards beteiligen" und dann nach der Vorstellung der Bundesregierung pauschal von einer Wiedergutmachung von Schäden befreit würden, die sie fahrlässig verursacht hätten./cn/DP/nas



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 14.170     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
30.01.2023 19:43 Kampf um Industrie: EU-Kommission sieht 477-Milliardenbedarf...
30.01.2023 17:16 Deutschland gibt rund 200 Millionen Euro für Waldschutz in ...
30.01.2023 17:05 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 30.01.2023 - 17.00 Uhr
30.01.2023 17:01 Polens Bevölkerung schrumpft - Zahl der Geburten auf Tiefst...
30.01.2023 16:51 Lindner gegen 'exzessive' Ausdehnung von Beihilfen in EU
30.01.2023 16:41 HQ Trust: Geldpolitik sorgt kurzfristig für Unsicherheit an...
30.01.2023 16:13 Ifo: Abschaffung des Soli überfällig
30.01.2023 16:03 ROUNDUP: China gibt USA Schuld am Ukraine-Krieg - Selenskyj ...
30.01.2023 15:15 ROUNDUP: Lohnlücke bleibt hartnäckig - Frauen verdienen we...
30.01.2023 15:15 ROUNDUP/DWD: Jahr 2023 begann deutlich zu mild - Januar war ...
30.01.2023 14:52 KORREKTUR: Destatis verschiebt Veröffentlichung des Verbrau...
30.01.2023 14:43 Destatis verschiebt Veröffentlichung des deutschen Verbrauc...
30.01.2023 14:43 ROUNDUP 2: Erdogan deutet Ja zu Nato-Beitritt Finnlands an -...
30.01.2023 14:14 ROUNDUP 3: Der Solidaritätszuschlag bleibt - Bundesfinanzho...
30.01.2023 13:35 ROUNDUP: Frist bei Grundsteuer läuft ab - Zwei Drittel habe...
30.01.2023 13:21 ROUNDUP 2: Wirtschaft Ende 2022 geschrumpft - Deutschland dr...
30.01.2023 12:48 ROUNDUP 2: Der Solidaritätszuschlag bleibt - Bundesfinanzho...
30.01.2023 12:42 Mehr als zwei Drittel haben Grundsteuererklärung abgegeben
30.01.2023 12:41 Polen will Verteidigungsausgaben deutlich steigern
30.01.2023 12:26 ROUNDUP: Erdogan deutet Ja zu Nato-Beitritt Finnlands an - o...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
31.01.2023

BRAINYTOYS LIMITED
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

ENZO BIOCHEM INC.
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

INTERNATIONAL PAPER CO.
Geschäftsbericht

MPLX
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services