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09.06.2026 08:39

OTS: VR Smart Finanz AG / Aktuelles Stimmungsbarometer der VR Smart Finanz: ...

    Aktuelles Stimmungsbarometer der VR Smart Finanz: Jedes fünfte
Kleinunternehmen fürchtet um seine Existenz (FOTO)
Eschborn (ots) - Im Umfeld geopolitischer Krisen und Reformstau in Deutschland
hat sich die Stimmung bei Kleinunternehmen in den vergangenen Monaten deutlich
eingetrübt. Das zeigt das aktuelle Stimmungsbarometer der VR Smart Finanz
zusammen mit dem Steinbeis-Institut. Die Investitionen sind zurückgegangen und
finanzielle Engpässe unverändert hoch. Insbesondere der Blick in die Zukunft ist
von Sorge geprägt: Fast ein Fünftel der Befragten fürchtet um den Bestand des
eigenen Unternehmens.

Kleinunternehmerindex geht zurück

War in der Herbstbefragung noch ein leichter Optimismus und eine Belebung der
Investitionstätigkeit zu verzeichnen, hat sich das Stimmungsbild im Frühjahr
2026 gedreht. Der Kleinunternehmerindex der VR Smart Finanz zeigt, dass die
Befragten ihre wirtschaftliche Situation im Vergleich zu vor 12 Monaten
schlechter bewerten als im Oktober 2025. Der Indikator für den
12-Monatsrückblick sinkt leicht um 3 Punkte auf -1. Für die Zukunft sind die
Unternehmen nochmal deutlich pessimistischer: Der Zukunftsindikator fällt
signifikant um 19 Punkte auf 11 Punkte.

Wirtschaftliche Situation ist angespannt

Auch ihre aktuelle wirtschaftliche Lage beurteilen die Befragten negativer als
im Herbst. Nur noch 44 Prozent bewerten diese als gut oder sehr gut. Auch die
Umsatz- und Gewinnentwicklung schätzen sie tendenziell schlechter ein.
Gleichzeitig bleibt die Liquiditätssituation angespannt: Mehr als die Hälfte der
Unternehmen (53 Prozent) berichtet von Liquiditätsengpässen. Der Anteil ist
damit seit April 2025 gleichbleibend hoch. Das schwierige Marktumfeld macht sich
aber auch in den Zukunftssorgen der Unternehmen bemerkbar. Neben
Nachfragerückgängen befürchten die Befragten vor allem
Energiekostensteigerungen. Gleichzeitig führen die geopolitischen Krisen zu
großer Verunsicherung. Rund drei Viertel der Betriebe äußern Besorgnis über
Iran- und Ukrainekrieg sowie die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen.

Investitionstätigkeit wieder gesunken

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Investitionsverhalten der kleinen
Unternehmen wider. Trotz unverändert hohem Investitionsbedarf haben nur 47
Prozent der Unternehmen entsprechende Vorhaben wie geplant durchgeführt, 42
Prozent hingegen verschoben oder ganz abgesagt. Gründe dafür sind vor allem
fehlendes Eigenkapital, zu hohe Kosten und die unsichere wirtschaftliche
Entwicklung. Dennoch wollen die Unternehmen in den nächsten Jahren investieren,
dabei setzen sie auch auf Vorhaben, die ihre Zukunftsfähigkeit betreffen. So
planen gut drei Viertel der Befragten nicht nur Ausgaben für
Geschäftsausstattung, sondern auch für Digitalisierung und Automatisierung. An
Relevanz verlieren demgegenüber Investitionen in Nachhaltigkeit und
Energieeffizienz. Nur noch knapp 60 Prozent der Kleinunternehmen planen
entsprechende Investitionen in den nächsten Jahren.

Knapp ein Fünftel befürchtet Insolvenz

Damit diese Pläne nicht verpuffen und Unternehmen tatsächlich wieder mehr
investieren, ist die Politik in der Pflicht. Neben einer verbesserten Nachfrage
fordern die Kleinunternehmen vor allem geringere Steuern und Abgaben,
konsequenten Bürokratieabbau sowie niedrigere Energiekosten. Die neuen
degressiven Abschreibungsregeln haben zwar zu knapp 40 Prozent der Investitionen
beigetragen, bleiben aber ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ändern sich die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht grundlegend, sieht knapp ein Fünftel
der Kleinunternehmen den Fortbestand seines Unternehmens gefährdet.

Alarmsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Es wird klar: Die aktuelle Situation der kleinen Unternehmen hierzulande ist ein
Alarmsignal. Über 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland stellen
Kleinunternehmen mit bis 10 Millionen Jahresumsatz. Sie sind damit ein wichtiger
Arbeitgeber und tragen wesentlich zu Wertschöpfung und Wachstum bei. Um dieses
Unternehmenssegment nachhaltig zu stärken, ist die Politik gefordert, die
notwendigen Reformen anzugehen und wieder investitionsfreundliche Bedingungen im
Mittelstand und damit Voraussetzungen für mehr Wachstum in Deutschland zu
schaffen.

Zur Studie: Das Stimmungsbarometer ist eine regelmäßige Studie, die die VR Smart
Finanz seit 2019 gemeinsam mit dem CFin - Research Center For Financial Services
der Steinbeis-Hochschule zur Situation und zu den Bedürfnissen von
Kleinunternehmen erhebt. Die Befragung fand vom 01. bis 14. April 2026 unter 300
Geschäftskunden, Gewerbekunden, Soloselbständigen sowie Unternehmen aus dem
kleineren Mittelstand mit einem Jahresumsatz bis zu sechs Millionen Euro statt.

Weitere Details zur Studie und ihre Ergebnisse gibt es unter
https://www.vr-smart-finanz.de/stimmungsbarometer-2026-06 .

Pressekontakt:

Annette Spiegel
Leiterin Vermarktung & Kommunikation
Tel. +49 6196 99 4385
mailto:annette.spiegel@vr-smart-finanz.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/170303/6290591
OTS:               VR Smart Finanz AG


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