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22.05.2026 08:37

OTS: Allianz Trade / KI verändert den Welthandel grundlegend - Europa droht ...

    KI verändert den Welthandel grundlegend - Europa droht neue digitale
Abhängigkeit
Hamburg (ots) -

- Globaler KI-Boom verschiebt Macht, Infrastruktur, Wertschöpfung und
  Warenströme
- Wettlauf mit Hindernissen: Europa und Deutschland drohen den Anschluss zu
  verlieren
- Lieferketten werden zum geopolitischen Risiko; digitale Infrastruktur zu einem
  strategischen Machtinstrument

Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich rasant zu einem neuen Machtfaktor im
Welthandel. Eine aktuelle Analyse des weltweit führenden Kreditversicherers
Allianz Trade zeigt: KI verändert nicht nur Technologien, sondern ganze
Lieferketten, Handelsströme und geopolitische Abhängigkeiten. Besonders Europa
droht dabei zwischen den globalen Technologieblöcken an Einfluss zu verlieren.

Der weltweite Handel mit KI-relevanten Gütern hat sich laut Studie innerhalb von
zehn Jahren von rund 1 Billion US-Dollar (USD) auf USD 3,8 Billionen nahezu
vervierfacht. Mittlerweile entfallen bereits rund 15 % des globalen Warenhandels
auf KI-nahe Produkte und Infrastruktur. Asien kontrolliert dabei große Teile der
Wertschöpfung - von Halbleitern über Speichertechnologien bis hin zu
Rechenzentrums-Hardware.

"Der globale KI-Wettlauf ist auch ein Wettlauf um Infrastruktur, Daten und
wirtschaftlichen Einfluss", sagt Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in
Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Wer die Chips, Rechenzentren und
Plattformen kontrolliert, kontrolliert künftig auch wesentliche Teile der
globalen Wertschöpfung - und beeinflusst damit maßgeblich den Welthandel und
Warenströme."

Im Hintertreffen: Europa und Deutschland drohen, den Anschluss zu verlieren

Besonders kritisch sieht die Studie Europas Position im internationalen
KI-Wettbewerb. Während die USA Milliarden in Cloud-Infrastruktur, Rechenleistung
und digitale Plattformen investieren, bleibt Europa deutlich zurück. Die
operative Rechenzentrums-Kapazität Europas liegt laut Analyse rund viermal
unterhalb jener der USA.

Gleichzeitig wächst Europas Abhängigkeit von amerikanischen
Technologieanbietern. Bereits heute dominieren US-Hyperscaler große Teile der
europäischen Cloud- und IT-Dienstleistungen halten rund 40 % der
Dateninfrastruktur. Mit zunehmender Nutzung von KI-Services könnten künftig
jährlich Milliardenbeträge aus Europa an US-Anbieter abfließen.

"Europa und auch Deutschland laufen aktuell Gefahr, vom Industriestandort zum
digitalen Mieter zu werden", sagt Bogaerts. "US-amerikanische IT-Unternehmen
erzielen rund 70 % der europäischen Umsätze, während deutsche Unternehmen wenig
von dem Boom spüren und das Wachstum hierzulande deutlich hinterherhinkt.
Deutsche Unternehmen sind in den wachstummstärksten Bereichen wie KI aktuell
noch wenig präsent. Aber: Viele deutsche Anbieter befinden sich derzeit noch in
einer frühen Phase KI wirtschaftlich erfolgreich zu monetarisieren. Da ist noch
Luft nach oben und viel Potenzial neue Anwendungsfälle für bestehende Produkte
zu entwickeln und Innovationen voranzutreiben."

Lieferketten werden zum geopolitischen Risiko

Die Allianz Trade Studie zeigt zudem, wie stark die globale KI-Wertschöpfung auf
wenige Regionen konzentriert ist. Taiwan, Südkorea, China und die USA spielen
Schlüsselrollen bei Halbleitern, Hochleistungsspeichern und KI-Infrastruktur.
Politische Spannungen oder Handelskonflikte könnten daher massive Auswirkungen
auf Preise, Verfügbarkeit und Produktionsketten haben. Das zeigt sich auch beim
Inflationsdruck auf Speicherchips, deren Preis sich in diesem Jahr aufgrund der
Spannungen im Nahen Osten etwa verdreifacht hat.

Parallel dazu nimmt die staatliche Einflussnahme weltweit deutlich zu.
Exportkontrollen, Technologie-Sanktionen und milliardenschwere Förderprogramme
verschärfen den globalen Wettbewerb zusätzlich.

"Mittlerweile sind weltweit mehr als 3.600 industriepolitische Maßnahmen im
Zusammenhang mit KI-Technologien in Kraft", sagt Guillaume Dejean,
Branchenexperte bei Allianz Trade. "Das zeigt, welch große geopolitische Rolle
das Thema in der Weltwirtschaft bereits spielt. Lieferketten werden regionaler,
Technologie politischer und digitale Infrastruktur zu einem strategischen
Machtinstrument."

Welthandel vor tiefgreifendem Umbau

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich der globale Handel strukturell
verändert. Effizienz allein verliert an Bedeutung, während zuverlässige
Lieferanten, strategische Resilienz, technologische Souveränität und politische
Stabilität zunehmend zu zentralen Standortfaktoren werden.

"Die Zeit rein effizienter Globalisierung geht zu Ende", sagt Dejean.
"Unternehmen brauchen heute nicht nur stabile Lieferketten, sondern auch eine
zukunftsorientierte Risikostrategie und Technologiepolitik, um langfristig
wettbewerbsfähig zu bleiben."

Die vollständige Studie finden Sie beigefügt und hier:

https://bit.ly/4wK3cDA

Die Pressemeldung und Studie zur deutschen IT-Branchen finden Sie hier:

https://bit.ly/4nKWBog

Allianz Trade ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und
anerkannter Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz
gegen Betrug oder politische Risiken. Allianz Trade verfügt über mehr als 100
Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an,
um sie im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.

Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert die
Allianz Trade Gruppe täglich die Insolvenzentwicklung von mehr als 83 Millionen
kleiner, mittlerer und multinationaler Unternehmen und hat sofortigen Zugriff
auf die Daten von 289 Mio. Unternehmen in mehr als 160 Ländern. Insgesamt
umfassen die Expertenanalysen Märkte, auf die 92% des globalen
Bruttoinlandsprodukts (BIP) entfallen.

Mit dieser Expertise macht die Allianz Trade Gruppe den Welthandel sicherer und
gibt den weltweit über 75.000 Kunden das notwendige Vertrauen in ihre Geschäfte
und deren Bezahlung. Als Tochtergesellschaft der Allianz und mit einem AA-Rating
von Standard & Poor's ist die Holding von Allianz Trade mit Sitz in Paris im
Schadensfall der finanzstarke Partner an der Seite seiner Kunden.

Das Unternehmen ist in über 40 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 5.900
Mitarbeiter weltweit. 2025 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen
konsolidierten Umsatz von EUR 4 Milliarden und versicherte weltweit
Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 1.400 Milliarden.

Weitere Informationen auf http://www.allianz-trade.de

Hinweis bezüglich zukunftsgerichteter Aussagen

Die in dieser Meldung enthaltenen Informationen können Aussagen über zukünftige
Erwartungen und andere zukunftsgerichtete Aussagen enthalten, die auf aktuellen
Einschätzungen und Annahmen der Geschäftsführung basieren, und bekannte und
unbekannte Risiken sowie Unsicherheiten beinhalten, aufgrund derer die
tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse von den hier gemachten
Aussagen wesentlich abweichen können. Neben zukunftsgerichteten Aussagen im
jeweiligen Kontext spiegelt die Verwendung von Wörtern wie "kann", "wird",
"sollte", "erwartet", "plant", "beabsichtigt", "glaubt", "schätzt",
"prognostiziert", "potenziell" oder "weiterhin" ebenfalls eine
zukunftsgerichtete Aussage wider. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen
oder Ereignisse können aufgrund verschiedener Faktoren von solchen
zukunftsgerichteten Aussagen beträchtlich abweichen. Zu solchen Faktoren gehören
u.a.: (i) die allgemeine konjunkturelle Lage einschließlich der
branchenspezifischen Lage für das Kerngeschäft bzw. die Kernmärkte der
Allianz-Gruppe, (ii) die Entwicklung der Finanzmärkte einschließlich der
"Emerging Markets" einschließlich Marktvolatilität, Liquidität und
Kreditereignisse, (iii) die Häufigkeit und das Ausmaß der versicherten
Schadenereignisse einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen
ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v) Ausmaß
der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii) Wechselkursentwicklungen
einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii) Entwicklung der
Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen
einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der Europäischen
Währungsunion, (x) Änderungen der Geldpolitik der Zentralbanken bzw.
ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen, einschließlich
der damit verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen,
sowie (xiii) allgemeine Wettbewerbsfaktoren jeweils in einem örtlichen,
regionalen, nationalen oder internationalen Rahmen. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit vieler dieser Faktoren kann durch Terroranschläge
und deren Folgen noch weiter steigen. Das Unternehmen übernimmt keine
Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Pressekontakt:

Allianz Trade
Antje Wolters
Pressesprecherin
Telefon: +49 (0)40 8834-1033
Mobil: +49 (0)160 899 2772
mailto:antje.wolters@allianz-trade.com


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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/52706/6279753
OTS:               Allianz Trade


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