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11.03.2026 18:22

ROUNDUP 4: VW-Tochter Porsche bleibt bei Zielen verhalten - Aktie gibt nach

(neu: Aktienkurs ins Minus gerutscht)

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Sportwagenbauer Porsche AG hat sich nach dem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr für 2026 überraschend wenig Profitabilität vorgenommen. So soll die Umsatzrendite des operativen Ergebnisses im Konzern zwischen 5,5 und 7,5 Prozent liegen, wie das zum Volkswagen -Konzern gehörende Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Analysten hatten zuletzt für das neue Jahr im Schnitt fast 8 Prozent auf dem Zettel. Beim Erlös geht das Management um den neuen Chef Michael Leiters von 35 bis 36 Milliarden Euro aus. Die Aktie konnte sich nach dem starken Vortag zunächst weiter erholen, drehte dann aber ins Minus.

"Die globalen Herausforderungen und die Neuausrichtung des Unternehmens haben das Ergebnis 2025 belastet. Auch 2026 werden unsere Maßnahmen zur Rekalibrierung einmalige Ergebniseffekte in hoher dreistelliger Millionenhöhe haben", sagte Finanzchef Jochen Breckner laut Mitteilung. Das nehme man in Kauf, um die Widerstandsfähigkeit von Porsche zu stärken.

Die im MDax notierte Aktie ging mit einem Minus von gut einem Prozent auf 37,47 Euro aus dem Handel. Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies sprach von einem trüben Ausblick - allerdings machen die neu angekündigten weiteren Sonderkosten bei der operativen Marge nach seiner Schätzung zwei Prozentpunkte oder mehr aus. Tom Narayan von der kanadischen Bank RBC hatte nach eigenem Bekunden damit gerechnet, dass die Erwartungen am Markt zu hoch waren.

Die Milliardenkosten für die Verbrenner-Verlängerung haben den Gewinn des Unternehmens 2025 größtenteils aufgezehrt. Das Ergebnis nach Steuern brach im Vergleich zum Vorjahr um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, wie der Konzern mitteilte. 2024 hatten die Stuttgarter unter dem Strich noch fast 3,6 Milliarden verdient. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um fast ein Zehntel auf rund 36,3 Milliarden Euro. Die Dividende soll von 2,31 Euro je Vorzugsaktie auf 1,01 Euro sinken.

Hatte sich schon 2024 ein scharfer Gegenwind für die Schwaben angedeutet, kam es im vergangenen Jahr noch dicker. Die Geschäfte in China stockten, die Zölle in den USA kosteten viel Geld und die Elektromodelle des Unternehmens fanden deutlich weniger Anklang als erwartet. Ex-Porsche-Chef Oliver Blume hat daher vor seinem Abgang noch die Strategie umgekrempelt - mehr Verbrenner im Angebot sollen wieder Schub geben.

Strategiewende belastet Gewinn

Doch die Kehrtwende kostet erst einmal richtig Geld. Allein dafür fielen rund 2,4 Milliarden Euro an. Zusätzlich belasteten die Abwicklung der Batterie-Tochter mit rund 700 Millionen Euro und die US-Zölle mit etwa demselben Betrag. Insgesamt macht das demnach Sonderkosten von rund 3,9 Milliarden Euro.

Der operative Gewinn sackte um fast 93 Prozent auf 413 Millionen Euro ab. Im Autogeschäft - also ohne Finanzdienstleistungen - lag der operative Gewinn sogar lediglich bei 90 Millionen Euro.

Insgesamt erwartet Porsche für das laufende Jahr zwar wieder etwas bessere Geschäfte. Das Management um den neuen Unternehmenschef Michael Leiters rechnet aber weiterhin mit "sehr herausfordernden Marktbedingungen" - unter anderem in China, wo das Luxussegment weiter unter Druck steht. Außerdem erwarte man, dass die geopolitischen Unsicherheiten sowie die Zollpolitik der USA bestehen bleiben. Potenzielle Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten seien noch nicht berücksichtigt.

Leiters kündigte auch eine neue Strategie für den Autobauer an: "Seit meinem Amtsantritt hat unser Führungsteam die Lage systematisch analysiert und eine Reihe erster gezielter Maßnahmen eingeleitet", teilte der Manager mit. Unter anderem werde man die Führungsstruktur verschlanken, Hierarchien abbauen und die Bürokratie reduzieren. Zusätzlich denke man über eine Ausweitung des Produktportfolios nach. Leiters hat zu Jahresbeginn die Nachfolge von Oliver Blume angetreten, der sich seitdem auf die Führung der Konzernmutter Volkswagen konzentriert.

Weiterer Stellenabbau

Die Beschäftigten müssen sich auf einen weiteren Stellenabbau gefasst machen. Zur Verschlankung der Organisation wurde "bereits vor meiner Ankunft ein Programm aufgesetzt, das wir jetzt noch einmal umfassend verschärfen", sagte Leiters. "Ja, und das wird auch weiteren Stellenabbau einschließen."

In welcher Größenordnung Stellen abgebaut werden sollten, ließ der Manager offen. "Das erfordert Gespräche zwischen den Sozialpartnern und es wäre unfair, wenn wir dem hier heute vorgreifen". Dazu, wann es weitere Details geben soll, äußerte er sich ebenfalls nicht. Aber allen sei bewusst, dass man daran mit Hochdruck arbeiten müsse, sagte Leiters.

Der Abbau soll den Angaben nach Teil eines umfassenden Zukunftspakets sein. Und dieses wiederum sei sehr stark abhängig von der neuen Strategie 2035, sagte der Porsche-Chef. Diese soll im Herbst vorgestellt werden. Er strebe nicht nach mehr Absatzvolumen, sondern nach mehr Marge, sagte Leiters.

3.900 Stellen wurden schon gestrichen

Angesichts der Krise muss Porsche seine Strukturen schrumpfen. Ein Sparpaket haben Unternehmen und Arbeitnehmer bereits geschnürt: Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart rund 1.900 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Zusätzlich sind bereits die Verträge von rund 2.000 befristeten Angestellten ausgelaufen. Bereits unter Ex-Chef Blume wurden im Herbst Gespräche über ein weiteres Zukunftspaket begonnen. Bisher ergebnislos.

Leiters hat diesen Faden aufgenommen: "Wir sind momentan in einem sehr frühen Stadium des Austausches", sagte der frühere Ferrari- und McLaren-Manager. Die Gespräche nehme er als konstruktiv wahr./men/jwe/niw/stk/mis



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