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30.09.2023 12:01

Dax sollte Schwächephase glimpflich überstehen

Börse

Frankfurt/Main (dpa) - Gut zwei Monate nach dem Sprung auf ein Rekordhoch ist der Dax von der Realität eingeholt worden. Nachdem der deutsche Leitindex lange Zeit schlechte Nachrichten wie steigende Zinsen, hohe Inflation oder schwächelnde Konjunktur ignoriert hat, ist nun der Anpassungsdruck wohl zu groß geworden.

Gegenüber der Ende Juli erreichten Bestmarke von 16.528 Punkten hat das Börsenbarometer bis zu 8,5 Prozent eingebüßt. Nach aktuellem Stand steht aber noch ein prozentual zweistelliges Plus in der Jahresbilanz.

Erst stark, dann spürbar nachgelassen

Die Entwicklung des Dax seit Jahresanfang lässt sich einfach zusammenfassen: Erst stark, dann spürbar nachgelassen. Stand im ersten Quartal noch ein Plus von mehr als zwölf Prozent zu Buche, waren es im zweiten nur noch gut drei Prozent. Seit Ende Juni hat der Dax sogar verloren.

«Im dritten Quartal hat sich gezeigt, dass das Aufwärtspotenzial bei Aktien momentan begrenzt ist», sagt Anlagestratege Ulrich Urbahn von der Privatbank Berenberg. Das liege unter anderem daran, dass sich viele Anleger nach den starken Kursanstiegen im ersten Halbjahr in den Markt haben zwingen lassen. Damit gebe es nun immer weniger Käufer, die bereit seien, auf diesem hohen Niveau einzusteigen.

Schlechte Nachrichten für Aktionäre

Noch Ende Juli war die Hoffnung groß, dass mit den jüngsten Zinsanhebungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank die jeweiligen Zinsgipfel bald erreicht sein könnten. Doch die Kapitalmarktrenditen stiegen zuletzt trotzdem weiter und signalisierten damit den Glauben der Anleger, dass die Notenbanker den Kampf gegen die stark steigenden Preise noch nicht beendet haben könnten. Derzeit bereitet vor allem der Anstieg der Ölpreise Sorge, der die gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten dämpfen kann.

Für Aktionäre sind das schlechte Nachrichten, schließlich sind verzinste Anlagen längst wieder zu einer Alternative geworden. Attraktiv sind derzeit neben Anleihen auch traditionelle Sparformen wie Tages- oder Festgeld.

Zudem würgen hohe Zinsen die wirtschaftlichen Aktivitäten ab, weil sie Investitionen, Kredite oder den Wohnungsbau verteuern. Deutschland leidet im europäischen Vergleich besonders unter der aktuellen Lage, da hierzulande auch die überbordende Bürokratie, ein erheblicher Investitionsrückstau und Probleme im Bildungssektor die Konjunktur ausbremsen. So fiel die erhoffte Belebung der Wirtschaft im Frühjahr aus. Zuletzt machte sogar der Begriff vom «Kranken Mann Europas» die Runde, mit dem die britische Zeitschrift «Economist» Deutschland um die Jahrtausendwende bezeichnet hatte.

Experten: Bessere Aussichten zum Jahresende

Doch trotz dieser düsteren Aussichten dürfte der Dax Experten zufolge zum Jahresende hin nicht mehr allzu sehr unter Druck geraten. «Zwar wird die US-Notenbank kurzfristig ihren verbalen Kampf gegen die Preissteigerung fortsetzen, um mit Worten, aber nicht mit Taten die Inflationserwartungen kleinzuhalten», argumentiert Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. «Die positive Nachricht ist jedoch, dass steigende (Kredit-)Zinsen der Inflation Kraft nehmen, was zum Jahresende für wieder abflachende Zinsen und damit höhere Aktienkurse spricht.»

Berenberg-Fachmann Urbahn hält in den nächsten Monaten einen moderaten Rücksetzer, gefolgt von einer volatilen Seitwärtsbewegung, für das wahrscheinlichste Szenario. Jüngst hätten zwar die Wirtschaftsdaten in Europa negativer überrascht als in den USA, doch dies könnte sich umkehren - nicht zuletzt, weil Europa weniger Gegenwind von der Währungsseite spüren dürfte. Denn der seit Monaten schwächelnde Euro kann die Ausfuhren in das europäische Ausland verbilligen. Dies wird als positiv für stark exportorientierte Unternehmen gewertet.

Auch Analyst Markus Reinwand von der Landesbank Hessen-Thüringen zeigt sich überzeugt, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten bald wieder anziehen könnten. Seiner Meinung nach könnte die jüngste Stabilisierung der Erwartungskomponente des Ifo-Geschäftsklimaindex ein erster Hinweis darauf sein, dass die Konjunkturstimmung ihren Tiefpunkt erreicht hat.

Sven Streibel, Chef-Aktienstratege der DZ Bank, resümiert: «Wir sehen in der jüngsten Misere nur eine gewöhnliche Korrektur nach einem unerwartet erfolgreichen Börsenjahr. Die Chance auf eine Endjahresrally ist weiterhin mehr als da.»



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