Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
20.03.2023 16:49

STICHWORT: Was der Weltklimarat in Sachen Erderwärmung herausgefunden hat

INTERLAKEN (dpa-AFX) - Extreme Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürren häufen sich wegen des menschengemachten Klimawandels. Der Weltklimarat hat in seinem Synthesebericht nun Forderungen aufgestellt. Wichtige Erkenntnisse aus dem Papier:

Temperaturen: Die Temperaturen auf der Erde liegen im Zeitraum 2011 bis 2020 um rund 1,1 Grad Celsius höher als im vorindustriellen Zeitraum (1850-1900). Auf den Landflächen sind es sogar rund 1,6 Grad, über den Ozeanen 0,9. Sollte der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase nicht umgehend und tiefgreifend vermindert werden, könnten dem Weltklimarat zufolge die eigentlich für das Ende des Jahrhunderts anvisierten 1,5 Grad bereits in den 2030er Jahren überschritten werden. Modelle ließen sogar erwarten, dass am Ende des 21. Jahrhunderts die Erwärmung bei 2,8 Grad liegen könnte, sollten die Staaten ihre versprochenen Anstrengungen gegen den Klimawandel nach 2030 nicht intensivieren.

Ozeane: Der globale Meeresspiegel lag 2018 im Mittel um 20 Zentimeter höher als 1901. In den vergangenen Jahren hat sich der Anstieg sogar beschleunigt: Bis 1971 waren es im Schnitt pro Jahr 1,3 Millimeter, von 2006 bis 2018 hingegen jährlich schon 3,7 Millimeter. Der Weltklimarat hält es für nicht ganz unwahrscheinlich, dass der Meeresspiegel je nach Entwicklung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2100 um bis zu einen halben oder im Extremfall sogar um einen Meter steigen könnte im Vergleich zum Zeitraum 1995 bis 2014.

Emissionen: Die Menschen bringen weiterhin immer mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre. 2019 lag die Menge etwa 12 Prozent höher als 2010 und 54 Prozent über dem Wert von 1990. Von der Gesamtmenge an Emissionen zwischen 1850 und 2019 wurden 42 Prozent von 1990 bis 2019 ausgestoßen. Sollte der jährliche CO2-Ausstoß bis 2030 im Schnitt auf demselben Niveau wie 2019 bleiben, dann wäre das Budget, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, fast aufgebraucht.

Haushalte: Vor allem Haushalte in wirtschaftsstarken Staaten tragen zu den weltweiten verbrauchsbedingten Treibhausgasemissionen bei. Das Zehntel der Haushalte mit dem höchsten Pro-Kopf-Ausstoß ist für bis zu 45 Prozent Emissionen verantwortlich, die Hälfte mit dem niedrigsten Ausstoß hingegen nur für höchstens 15 Prozent. Die wirtschaftlich am wenigsten entwickelten Länder und kleine Inselstaaten haben wesentlich niedrigere Pro-Kopf-Emissionen als der weltweite Durchschnitt - sind vom Klimawandel aber am stärksten betroffen.

Betroffene: Weltweit leben bis zu 3,6 Milliarden Menschen in Gegenden, die durch den Klimawandel stark gefährdet sind - besonders in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika, auf kleinen Inseln und in der Arktis. An Überschwemmungen, Dürren, Ernährungskrisen und Wasserknappheit leiden insbesondere Menschen in den am wenigsten wirtschaftlich entwickelten Ländern, indigene Völker, kleine Lebensmittelproduzenten und Haushalte mit niedrigen Einkommen.

Auswirkungen: Die Zunahme extremer Hitzeereignisse führt zu höherer Sterblichkeit und zu mehr Erkrankungen. Von 2010 bis 2020 war die Sterblichkeit durch Überschwemmungen, Dürren und Stürme in stark gefährdeten Regionen 15-mal höher als in Gegenden mit sehr geringer Gefährdung. Neben Krankheiten, die aus Nahrungs- und Wassermangel entstehen, gibt es psychische Probleme und Traumata wegen steigender Temperaturen, Extremereignissen oder des Verlustes von Lebensgrundlagen und Kultur. Das führt auch dazu, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Der Weltklimarat geht davon aus, dass Risiken, Verluste und Schäden mit jedem Erwärmungsschritt steigen, immer komplexer werden und schwieriger zu bewältigen sind.

Maßnahmen: Vorhaben zur Eindämmung des Klimawandels werden zunehmend günstiger. Von 2010 bis 2019 sind dem Weltklimarat zufolge die Kosten pro Einheit bei der Solarenergie um 85 Prozent, bei der Windenergie um 55 Prozent und bei Lithium-Ionen-Batterien um 85 Prozent gesunken. In diesem Zeitraum habe der Einsatz von Solarenergie um das Zehnfache und die Zahl der E-Fahrzeuge um mehr als das 100-Fache zugenommen. Ziel müsse sein, schnellstmöglich CO2-neutral zu werden. In diesem Jahrzehnt müssten Entscheidungen und Maßnahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Tausende von Jahren hätten, so der Weltklimarat./sfi/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 908     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
09.06.2023 16:16 EQS-Adhoc: EPH Group AG: Zeichnungsfrist der EPH Group AG To...
09.06.2023 16:16 EQS-Adhoc: EPH Group AG: Zeichnungsfrist der EPH Group AG To...
09.06.2023 16:13 Aktien New York: Techwerte erholen sich weiter - Tesla und K...
09.06.2023 16:04 Warburg Bank mit weiteren Steuernachforderungen konfrontiert
09.06.2023 16:03 Südkorea warnt Chinas Botschafter wegen 'provokanter Äuße...
09.06.2023 15:58 Abschöpfung von Zufallsgewinnen von Stromerzeugern endet am...
09.06.2023 15:57 Deutschland will mit Indien Entwicklung in armen Ländern f?...
09.06.2023 15:56 ROUNDUP: Erneute Rückschläge für Assange im Tauziehen um ...
09.06.2023 15:51 EQS-Stimmrechte: Scout24 SE (deutsch)
09.06.2023 15:50 ROUNDUP 4/Test für die US-Demokratie: Anklage gegen Trump i...
09.06.2023 15:49 Warburg Bank mit weiteren Steuernachforderungen konfrontiert
09.06.2023 15:47 Medien: Meta erlaubt ersten Blick auf Twitter-Konkurrenzange...
09.06.2023 15:43 Ukrainische Wirtschaft verzeichnet weiteren Rückgang
09.06.2023 15:27 KORREKTUR/Ungarn zu EU-Asylkompromiss: 'Brüssel missbraucht...
09.06.2023 15:26 Staatliche Verlustgarantie für Schweizer UBS unterzeichnet
09.06.2023 15:25 Scholz, Duda und Macron treffen sich zu Dreier-Gipfel in Par...
09.06.2023 15:23 Heizungsgesetz: Kritik, Gutachten und Anschlusspflicht
09.06.2023 15:23 ROUNDUP/Habeck: Gruppe Letzte Generation schadet dem Klimas...
09.06.2023 15:20 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 09.06.2023 - 15.15 Uhr
09.06.2023 15:17 ROUNDUP: Staatliche Verlustgarantie für Schweizer UBS unter...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
09.06.2023

TATNEFT PJSC
Geschäftsbericht

ROYAL HELIUM
Geschäftsbericht

INTEGRUM AB
Geschäftsbericht

ATORO CAPTIAL CORP
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services