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29.11.2022 10:49

OTS: L.E.K. Consulting / Kosteninflation mindert Bruttogewinn europäischer ...

    Kosteninflation mindert Bruttogewinn europäischer Unternehmen um
durchschnittlich 25 Prozent
München (ots) - Mit über 10 Prozent ist die Inflationsrate in Deutschland so
hoch wie seit den 50er-Jahren nicht mehr. Die hohen Energiepreise treiben die
Kosten für die produzierende Industrie zusätzlich in die Höhe. Das geht bei den
meisten Unternehmen zulasten der Umsätze, da die Kosteninflation nicht in vollem
Umfang an die Konsumenten weitergegeben werden kann.

Eine von L.E.K. Consulting durchgeführte europäische Studie bei Unternehmen aus
Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien zeigt, dass sich bei 65
Prozent der Bruttogewinn um durchschnittlich 25 Prozent verringern wird. Für den
Umsatz bedeutet das einen durchschnittlichen Rückgang um 5 Prozent. "Damit
kostet die Inflation rund zwei Drittel der Unternehmen mehr, als diese
weitergeben können", erklärt Sebastian Olbert, Partner bei L.E.K. Consulting in
München. "20 Prozent der Firmen erwarten sogar, dass sie mehr als die Hälfte
ihrer Bruttogewinne innerhalb der letzten und der nächsten 12 Monaten verlieren
werden." Im gleichen Zeitraum erwarten die Unternehmen eine durchschnittliche
Kosteninflation von 16 Prozent.

Nur 35 Prozent der befragten Unternehmen sind in der Lage, die gestiegenen
Kosten weiterzugeben. Sie verzeichnen demnach einen Preisanstieg, der höher ist
als die Kosteninflation und eine positive Auswirkung auf die Brutto-Marge hat.
"Die inflationsresistentesten Branchen sind diejenigen, die Preiserhöhungen
gewohnt sind, wie etwa im Bereich Rohstoffe, Verpackung, Energie und Umwelt",
weiß Olbert. "Die beiden letztgenannten Branchen machen zusammen mit der Chemie
in der Studie mehr als die Hälfte der Befragten aus." Insgesamt haben rund 90
Prozent der befragten Unternehmen ihre Preise in den vergangenen 12 Monaten
erhöht. 80 Prozent planen weitere Erhöhungen.

Ländervergleich: Krise belastet deutsche Unternehmen stärker

Kleinere Unternehmen leiden laut der L.E.K.-Studie stärker unter der aktuellen
Wirtschaftslage, da sie in einem schwierigen Marktumfeld häufig geringere
finanzielle Spielräume und damit weniger Marktmacht haben, was sich sowohl bei
Einkaufsverhandlungen als auch eigenen Preisverhandlungen bemerkbar macht. Im
Ländervergleich ist die Zahl der krisengeschüttelten Unternehmen in Deutschland
mit 28 Prozent am höchsten, gefolgt von Spanien mit 24 Prozent, Frankreich mit
16 Prozent und Großbritannien mit 15 Prozent. "Gründe dafür sind
Kostenbelastungen wie die hohen Gas- und Strompreise, die im europäischen
Vergleich in Deutschland am höchsten sind und sich direkt auf die Produktion
auswirken. Die daraus entstehenden finanziellen Vorleistungen können kleine
Unternehmen nicht lange überbrücken", sagt Olbert. "Hinzu kommen die
umfangreichen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China, die nach wie
vor durch komplette Lockdowns auf asiatischer Seite zu enormen Störungen in der
Lieferkette führen." Bei der allgemeinen Widerstandsfähigkeit von Unternehmen
haben alle untersuchten Länder mit 30-34 Prozent etwa das gleiche Niveau.

Schaut man sich die Branchenunterschiede an, gibt es eindeutige Gewinner und
Verlierer: Insbesondere Industrieservices sowie die Automobil-, Bau-,
Dienstleistungs- und Bildungsbranche sind weniger widerstandsfähig. Zwischen
66-82 Prozent der Unternehmen aus diesen Gebieten mussten Verluste hinnehmen.
"Die Gewinner waren die Unternehmen, die ihre Vertriebsmitarbeiter frühzeitig
angewiesen haben, die Preise zu erhöhen, nachdem die Finanzabteilungen mit den
Folgen der Inflation konfrontiert wurden", erklärt Olbert. "Vorne dabei waren
auch jene, die vor der Krise an ihrer operativen Widerstandsfähigkeit gearbeitet
haben und durch eine flexibel gestaltete Lieferkette zu den besten Konditionen
einkaufen konnten. Diese Flexibilität war entscheidend, um Zeitverzögerungen
zwischen Kosten und Preiserhöhungen zu vermeiden, die sich direkt auf die
Gewinne auswirken."

Pressekontakt:

public imaging GmbH
Isabella von Köckritz
Tel.: +49 (0)40-40 19 99 - 22
E-Mail: mailto:lek@publicimaging.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/78919/5382096
OTS:               L.E.K. Consulting


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