Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
30.09.2022 21:32

GESAMT-ROUNDUP 4: Russland annektiert Gebiete in Ostukraine - Neue US-Sanktionen

(neu: Stoltenberg und Baerbock zum Antrag der Ukraine auf beschleunigten Nato-Beitritt, weniger Gas tritt aus Lecks in den in den Nord Stream-Pipelines aus, aktualisierte Zahlen aus Saporischschja)

MOSKAU/KIEW (dpa-AFX) - Gut sieben Monate nach Beginn des Angriffs auf die Ukraine hat Russland vier Gebiete im Osten und im Süden des Landes annektiert. Kremlchef Wladimir Putin unterschrieb am Freitag die Abkommen, mit denen die Einverleibung der besetzten Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson besiegelt wurde. International werden die Annexionen nicht anerkannt. Die EU, die G7-Staaten, die Nato und auch Deutschland verurteilten den Schritt scharf. Die USA verhängten neue Sanktionen gegen Moskau. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte als Reaktion auf die Annexionen an, einen beschleunigten Beitritt zur Nato zu beantragen.

Moskau hatte in den vier Regionen zuvor Scheinreferenden organisiert, in denen die Bevölkerung angeblich für einen Beitritt zu Russland gestimmt hat. Auch diese sogenannten Referenden wurden weltweit nicht anerkannt und als undemokratisch sowie völkerrechtswidrig verurteilt. Dennoch sagte Putin nun, die Annexion sei "der Wille von Millionen Menschen", die in "ihre historische Heimat zurückzukehren" wollten.

Putin forderte die Ukraine zu Verhandlungen auf. Kiew müsse die Angriffe gegen die russischen Besatzer im Osten stoppen - dort hatte die Ukraine Gegenoffensiven gestartet und Gebiete zurückerobert. Russland werde Militärschläge in den Regionen nun als Angriffe gegen das eigene Staatsgebiet werten. Putin wiederholte die Drohung, "mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln" zu reagieren. Dies verstärkt Ängste vor einem möglichen Atomschlag Moskaus.

Nato sieht "entscheidenden Moment" im Ukraine-Krieg

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bezeichnete das jüngste Vorgehen Russlands im Krieg gegen die Ukraine als schwerste Eskalation seit Beginn der Invasion am 24. Februar. "Das ist ein entscheidender Moment", sagte der Norweger in Brüssel. Er verwies auf die Teilmobilisierung Russlands, nukleares Säbelrasseln und die unrechtmäßige Annexion ukrainischer Gebiete. "Nichts davon zeugt von Stärke. Es zeigt Schwäche", sagte Stoltenberg. Dies sei ein Eingeständnis, dass der Krieg nicht nach Plan verlaufe.

Die G7-Gruppe führender Industriestaaten bezeichnete die Annexion als "einen neuen Tiefpunkt der eklatanten Missachtung des Völkerrechts durch Russland". Die Staaten stünden "unbeirrbar" zur Ukraine und deren Recht, sich zu verteidigen und ihr Hoheitsgebiet von Russland zurückzuerlangen.

30 Tote bei Beschuss von zivilem Autokonvoi

Unterdessen wurde in der südukrainischen Stadt Saporischschja ein ziviler Autokonvoi mit Raketen beschossen. 30 Menschen starben nach übereinstimmenden ukrainischen und russischen Angaben. Weitere 88 wurden verletzt. Beide Seiten bezichtigten sich gegenseitig, den Konvoi angegriffen zu haben. Selenskyj nannte die Täter "absolute Terroristen", für die "in der zivilisierten Welt kein Platz ist".

Putin unterschreibt Dokumente zur Annexion ukrainischer Gebiete

Putin unterschrieb die Annexion der vier mehrheitlich von eigenen Truppen besetzten Gebiete in der Ukraine. Die Menschen in Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja seien ab sofort russische Staatsbürger - "und das für immer". Sein Land sei bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, fügte er an. Über die nun einverleibten Gebiete werde aber nicht mit der Ukraine diskutiert. Die Ukraine kontrolliert Teile der Gebiete weiterhin und will sie mit Hilfe westlicher Waffen komplett befreien. Selenskyj sagte, er lehne eine Wiederaufnahme von Gesprächen ab, solange Putin Kremlchef sei.

EU und Steinmeier: Keine Anerkennung illegaler Annexionen

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten wiesen die russische Annexion als unrechtmäßig zurück. In einem Statement hieß es: "Diese Entscheidungen sind null und nichtig und können keinerlei Rechtswirkung entfalten." Russland setze die globale Sicherheit aufs Spiel. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verurteilte die Scheinreferenden und Annexionen.

USA verkünden weitere Sanktionen gegen Russland

Die USA verhängten neue Sanktionen gegen Russland. Die Strafmaßnahmen richten sich etwa gegen weitere russische Regierungsvertreter, deren Familienmitglieder sowie Angehörige des Militärs. Die Liste umfasst Hunderte Personen - und auch Firmen. Präsident Joe Biden sagte: "Die Vereinigten Staaten verurteilen den heutigen betrügerischen Versuch Russlands, souveränes ukrainisches Gebiet zu annektieren."

Ukraine beantragt beschleunigten Nato-Beitritt

Zum Antrag auf einen beschleunigten Nato-Beitritt sagte Selenskyj: "Faktisch haben wir unseren Weg in die Nato schon beschritten. Heute stellt die Ukraine den Antrag, um es auch de jure zu tun." Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte dazu in Brüssel: "Wir haben immer wieder erklärt, dass die Tür der Nato offen bleibt." Bundesaußenminister Annalena Baerbock äußerte sich zurückhaltend: "Wir unterstützen die Ukraine weiterhin auch mit schweren Waffen bei ihrem Recht auf Selbstverteidigung, aber wir tun alles dafür, dass nicht andere Länder, dass die Nato nicht in diesen Krieg hineingezogen wird", sagte sie am Freitagabend im ARD-"Brennpunkt". Allgemein gilt als Voraussetzung für einen Nato-Beitritt, dass der Kandidat nicht in internationale Konflikte und Grenzstreitigkeiten verwickelt sein darf.

Finnlands Grenze für russische Touristen dicht - Norwegen alarmiert

Finnland schloss in der Nacht zum Freitag seine Grenze für russische Touristen. Wie Aufnahmen des Senders Yle zeigten, schafften es am Grenzübergang Vaalimaa um 0.02 Uhr noch sieben Autos sowie ein Mann auf einem Fahrrad über die Grenze. Dann fiel der Schlagbaum herunter. Für Finnland, das eine komplexe Geschichte mit Russland verbindet, war das ein historischer Moment. Norwegen kündigte an, seine Grenze zu Russland stärker zu überwachen.

Ostsee-Explosionen entsprachen "Sprengladung von mehreren 100 Kilo"

Die Lecks an den Nord-Stream-Gaspipelines wurden nach Einschätzung von dänischen und schwedischen Experten von Explosionen unter Wasser herbeigeführt mit "vermutlich einer Sprengladung von mehreren hundert Kilogramm". Das berichteten die zwei skandinavischen Länder dem US-Sicherheitsrat vor der Dringlichkeitsdebatte am Freitagabend.

Aus mindestens zwei der vier Lecks an den Nord Stream-Pipelines in der Ostsee strömt inzwischen deutlich weniger Gas, wie die schwedische Küstenwache mitteilte. Basierend auf einem Dialog mit den Betreibern laute die Diagnose, dass der Gas-Austritt möglicherweise am Sonntag aufhöre.

EU einigt sich auf Gewinnabschöpfung gegen hohe Energiepreise

Die EU-Staaten haben sich angesichts hoher Energiepreise auf europäische Notmaßnahmen verständigt, um Strom zu sparen und Entlastungen zu finanzieren. Die Fachminister einigten sich darauf, dass Energieunternehmen künftig einen Teil ihrer Krisengewinne an den Staat abgeben müssen, wie die tschechische Ratspräsidentschaft mitteilte. Mit diesem Geld sollen Verbraucher entlastet werden. Die Einigung muss noch formell bestätigt werden./msw/DP/he



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 793     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
26.11.2022 09:06 Stützle-Tor bei Ottawas Kantersieg - NHL-Rekord für Boston
26.11.2022 08:43 Friedrich/Schüller dominieren Auftakt - Nolte stürzt
26.11.2022 08:35 Schröder gewinnt mit Lakers bei Rückkehr von James
26.11.2022 07:46 Spiel ums Achtelfinale: US-Boys bremsen England aus
26.11.2022 07:43 Bierhoff: Flick ist «ruhig und gefestigt»
26.11.2022 07:43 Warsteiner und Karlsberg planen Einkaufskooperation
26.11.2022 07:41 Die Stimmung ist zurück im Davis Cup
26.11.2022 07:39 Bahn: Schienennetz ist Nachfrage nicht gewachsen
26.11.2022 07:35 Ecuadors Valencia weiter auf Rekordjagd
26.11.2022 07:35 Verbraucher schnallen wegen Inflation den Gürtel enger
26.11.2022 07:32 USA verbannen Huawei-Geräte vom Markt
26.11.2022 06:12 Das bringt der Tag bei der Fußball-WM
26.11.2022 05:43 Studie: Deutscher Automarkt normalisiert sich weiter
26.11.2022 05:36 Arbeitsplätze in PCK-Raffinerie Schwedt für 2023 gesichert
25.11.2022 23:55 Brenntag bestätigt vorläufige Übernahmegespräche mit Uni...
25.11.2022 23:17 EQS-Adhoc: Brenntag SE bestätigt vorläufige Gespräche mit...
25.11.2022 22:53 Australien erster Finalist bei Davis-Cup-Endrunde
25.11.2022 22:33 Selenskyj kritisiert Klitschkos Arbeit in Kiew
25.11.2022 22:29 ROUNDUP/EU-Krisentreffen: Frankreich bleibt im Streit um Fl?...
25.11.2022 22:15 USA als Spielverderber: England noch nicht im Achtelfinale
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
26.11.2022

GLYCOREX TRANSPLANTATION
Geschäftsbericht

AUSTRALIAN RARE EARTHS LTD.
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services