Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
26.09.2022 19:11

ROUNDUP: Als Wahlbeobachter bei Scheinreferenden - Energie-Chef freigestellt

WALDECK-FRANKENBERG (dpa-AFX) - Weil er die Scheinreferenden in russisch besetzten Gebieten der Ukraine als Wahlbeobachter begleitet hat, ist der Geschäftsführer des nordhessischen Versorgers Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) freigestellt worden. Stefan Schaller sei mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden, teilte der Landkreis Waldeck-Frankenberg am Montag mit. Die Aufsichtsräte des Unternehmens und der Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien sowie der EWF-Verbandsvorstand trafen die Entscheidung demnach einstimmig in einer Sondersitzung.

"Das Verhalten des Geschäftsführers verstößt ganz klar gegen die Weltanschauung, die moralischen Werte und die Philosophie des Unternehmens, das Völkerrechtsverstöße und jegliche Form von Gewalt entschieden ablehnt", betonte demnach der Aufsichtsratsvorsitzende der kreiseigenen Energiegesellschaft, Landrat Jürgen van der Horst.

Der Landkreis führte aus, die Aufsichtsräte und Vorstände hätten sich daher sehr klar für die unverzügliche Freistellung des Geschäftsführers ausgesprochen - und sich gleichzeitig deutlich vom völkerrechtswidrigen Vorgehen Russlands in der Ukraine distanziert. Die Gremien würden nun zeitnah über die Abberufung beraten. Das sei ein formaler Weg, der eingehalten werden müsse.

Schallers Einsatz als Wahlbeobachter bei den Scheinreferenden hatte heftige Kritik ausgelöst. Die international als Völkerrechtsbruch kritisierten Abstimmungen in besetzten Gebieten im Osten und Süden der Ukraine über einen Beitritt zu Russland hatten am Freitag begonnen. Es handelt sich um Scheinreferenden, weil sie ohne Zustimmung der Ukraine, unter Kriegsrecht und nicht nach demokratischen Prinzipien ablaufen.

Medienberichten zufolge wurde Schaller von Russland eingeladen, um die Abstimmungen zu überwachen. Gegenüber der "HNA" ("Hessische/Niedersächsische Allgemeine") hatte Schaller seinen Einsatz als Wahlbeobachter bestätigt. Sein Aufenthalt habe nichts mit seiner Funktion als Geschäftsführer des Waldeck-Frankenberger Energieversorgers zu tun. "Das ist rein privat, ich habe dafür Urlaub genommen", betonte Schaller demnach.

Am Montag erklärte er dagegen, es sei "dumm" gewesen, sich als Wahlbeobachter einladen zu lassen. "Ich war einfach so naiv und habe geglaubt, ich könnte die technische Wahlbeobachtung von der politischen Dimension trennen", sagte Schaller dem Sender hr-Info. Den russischen Angriffskrieg will Schaller dabei "völlig ausgeblendet" haben.

Mittlerweile sehe er ein, die Russen hätten ihn benutzt, sagte Schaller hr-Info. Allerdings würden auch die deutschen Medien seine Reise "ausschlachten". Laut dem Hessischen Rundfunk hatte Schaller russischen Medien aber Interviews gegeben, in denen er die Organisation der "Wahl" gelobt hatte und gesagt hatte, die Menschen würden freiwillig abstimmen. Nun erklärte er: "Natürlich haben die Russen mir nicht das komplette Bild gezeigt."

Bereits am Samstag hatten sich der Ältestenrat und der Kreisausschuss des Landkreises Waldeck-Frankenberg mit großer Mehrheit für eine Freistellung Schallers ausgesprochen. Der scheidende ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hatte auf Twitter die Entlassung des Geschäftsführers gefordert./nis/DP/nas



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 799     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
03.12.2022 08:07 Ein Treffen mit der Vergangenheit für US-Spieler Dest
03.12.2022 07:24 Gespräch im Hause Müller: Kandidaten für EM 2024 gesucht
03.12.2022 06:45 Banken und Sparkassen: Girocard bekommt weitere Funktionen
03.12.2022 06:08 Die Bahn-Tunnel bleiben für Handy-Nutzer ein Problem
03.12.2022 05:19 Zahl der Post-Beschwerden bleibt hoch
03.12.2022 03:29 Macron trifft Twitter-Boss Musk bei USA-Besuch
03.12.2022 01:13 Lindner warnt vor Handelskrieg mit USA
03.12.2022 00:15 Kamerun trotz historischem Sieg gegen Brasilien raus
02.12.2022 23:52 EQS-News: Therma Bright investiert in die entwicklung neuart...
02.12.2022 22:30 Schweiz nach intensivem Sieg gegen Serbien im Achtelfinale
02.12.2022 22:21 WM 2022/GESAMT-ROUNDUP: Auch Brasilien und Schweiz im WM-Ach...
02.12.2022 22:21 ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow trotzt drohenden Zinser...
02.12.2022 22:14 Aktien New York Schluss: Dow trotzt drohenden Zinserhöhungen
02.12.2022 22:11 Weidle bei erster Weltcup-Abfahrt Siebte - Goggia siegt
02.12.2022 22:08 Langläuferin Hennig wird Zweite: «Im Leben nicht gedacht»
02.12.2022 22:02 IRW-News: InnoCan Pharma Corporation: Innocan Pharma unterze...
02.12.2022 21:20 Habeck: Elektroautos sollen zu Stromspeichern werden
02.12.2022 21:19 Weißes Haus: Keine nachträglichen Änderungen an kritisier...
02.12.2022 21:14 ROUNDUP 3: Lok fährt in Gleis-Baustelle bei Halle - Ein Tot...
02.12.2022 21:12 EU-Staaten wollen Preis für russisches Öl begrenzen
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
Fur den 03.12.2022 liegen keine Einträge vor!

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services