Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
18.08.2022 20:14

GESAMT-ROUNDUP 2: 'Nur der Anfang' - Krisendiplomatie bei Dreier-Gipfel in Lwiw

(aktualisierte Fassung)

LWIW/KIEW/ISTANBUL/NEW YORK (dpa-AFX) - Knapp ein halbes Jahr nach dem Überfall Russlands auf das Nachbarland Ukraine verstärken sich die internationalen diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges. Der Verhandlungserfolg durch das Getreide-Abkommen im Juli sei "nur der Anfang" einer positiven Dynamik, sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Donnerstag nach einem Treffen mit den Präsidenten der Ukraine und der Türkei, Wolodymyr Selenskyj und Recep Tayyip Erdogan, im ukrainischen Lwiw. Erdogan bekräftigte seine Hoffnung auf eine diplomatische Lösung. "Ich glaube weiter daran, dass der Krieg irgendwann am Verhandlungstisch enden wird." Das sähen auch Selenskyj und Guterres so, sagte Erdogan laut dem türkischen Präsidialpalast.

Der Krieg habe unzählige Tote, massive Zerstörungen und Vertreibungen sowie dramatische Menschenrechtsverletzungen gebracht, sagte Guterres nach Angaben der Vereinten Nationen. "Die Menschen brauchen Frieden", mahnte er.

Das Treffen in Lwiw im Westen des Landes war für die Vereinten Nationen und die Türkei eine Möglichkeit, den Einstieg in eine Verhandlungslösung mit der Ukraine auszuloten. Selenskyj stellte aber nach ukrainischen Medienberichten klar, Gespräche seien erst möglich nach einem Abzug der russischen Truppen aus den widerrechtlich besetzten Gebieten. Außenminister Dmytro Kuleba sagte, niemand habe die Ukraine in Lwiw zu Zugeständnissen an Russland gedrängt. Die russische Seite war bei dem Gipfeltreffen nicht vertreten.

Sorge um AKW Saporischschja

In den Gesprächen wurde auch die Lage in dem von russischen Truppen besetzten AKW Saporischschja erörtert. Seit Wochen kommt es dort zu Beschuss - Russland und die Ukraine schieben sich dafür gegenseitig die Verantwortung zu. Guterres forderte nach dem Dreier-Gipfel erneut den Rückzug aller Truppen rund um das größte Kernkraftwerk Europas. "Das Gebiet muss entmilitarisiert werden." Jede mögliche Beschädigung des AKW sei "Selbstmord". Auch Erdogan warnte vor einer Nuklearkatastrophe: "Wir wollen kein neues Tschernobyl erleben."

Russland hatte schon vor Guterres' Rede Forderungen nach einer Entmilitarisierung als "inakzeptabel" bezeichnet. Die Anlage würde dadurch noch anfälliger für Angriffe, sagte ein Sprecher des russischen Außenministeriums am Donnerstag in Moskau. Der ukrainischen Führung warfen die russischen Besatzer vor, für Freitag einen Anschlag auf das AKW zu planen. Kiew warnte seinerseits vor einem möglichen russischen Sabotageakt.

Aufklärungsmission zu bombardiertem Gefängnis

Eine internationale Mission soll einen Angriff auf das Gefangenenlager Oleniwka bei Donezk aufklären, wie Guterres ankündigte. Bei dem Angriff Ende Juli wurden etwa 50 ukrainische Kriegsgefangene getötet. Kiew machte Russland für den Massenmord verantwortlich, auch Recherchen ausländischer Experten und Medien kamen zu diesem Schluss. Moskau warf dagegen ukrainischen Truppen vor, das Gefangenenlager beschossen zu haben.

Russland verlegt angeblich Kinschal-Raketen nach Kaliningrad

Als "zusätzliche Maßnahme zur strategischen Abschreckung" hat Russland nach eigenen Angaben Kampfflugzeuge mit den neuen Hyperschallraketen Kinschal (Dolch) in seine Ostsee-Exklave Kaliningrad verlegt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge mit. Die Marschflugkörper Kinschal fliegen nach russischen Angaben bis zu zehn Mal schneller als der Schall, sind dabei trotzdem lenkbar und haben eine Reichweite von 2000 Kilometern. Sie können konventionell oder nuklar bestückt werden. Es ist eins von mehreren hochmodernen Waffensystemen, auf das Präsident Wladimir Putin besonders stolz ist.

Mindestens 13 Tote nach russischen Raketenangriffen

Im Osten der Ukraine kamen bei massiven russischen Raketenangriffen auf die Stadt Charkiw nach offiziellen Angaben in der Nacht zum Donnerstag mindestens elf Menschen ums Leben. Dabei handele es sich ausschließlich um Zivilisten, teilte der ukrainische Militärgouverneur Oleh Synjehubow per Telegram mit. Weitere 35 Menschen seien verletzt worden. Angriffe gab es demnach auch in der rund 80 Kilometer südwestlich gelegenen Stadt Krasnohrad. Dort wurden nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Die Informationen ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Vereinten Nationen haben mehr als 5500 zivile Todesopfer in dem Krieg registriert, gehen aber von weitaus höheren Opferzahlen aus.

43 Getreideschiffe seit Ende der Hafenblockade in See gestochen

Seit der Einigung auf den Korridor für ukrainisches Getreide über das Schwarze Meer sind nach türkischen Angaben bereits 43 Schiffe in See gestochen. 25 davon hätten die Ukraine verlassen, 18 hätten sich auf den Weg zu ukrainischen Häfen gemacht, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Mehr als 622 000 Tonnen Getreide aus ukrainischen Häfen seien verschifft worden.

Die Kriegsgegner Russland und Ukraine hatten unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei Ende Juli jeweils getrennt mit Ankara Abkommen unterzeichnet, damit die Ukraine trotz des russischen Angriffskrieges wieder Getreide über ihre Schwarzmeerhäfen ausführen kann. Es wird geschätzt, dass mehr als 20 Millionen Tonnen Getreideerzeugnisse in der Ukraine lagern.

Estland beschränkt Einreise für russische Staatsbürger

Mehr Druck auf Russland versucht unterdessen Estland aufzubauen. Russische Staatsbürger dürfen seit Donnerstag nicht mehr mit einem von Estland ausgestellten Schengen-Visum in das baltische EU- und Nato-Land einreisen. Weiter ist das jedoch russischen Bürgern mit Visa möglich, die von anderen EU-Mitgliedstaaten ausgestellt wurden und die für den gesamten Schengen-Raum gelten. Mit seinen ebenfalls an Russland grenzenden Nachbarländern Finnland und Lettland macht sich Estland für einen grundsätzlichen Stopp von Touristenvisa stark. Deutschland und die EU-Kommission in Brüssel lehnen dies ab./apo/DP/he



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 806     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
29.09.2022 06:02 IPO/ROUNDUP: Porsche gibt Börsendebüt und sammelt 9,4 Mill...
29.09.2022 06:00 ROUNDUP/Im Kampf für Umwelt und Klima: 200 Naturschützer l...
29.09.2022 06:00 ROUNDUP: Hurrikan 'Ian' trifft mit Sturmfluten und Wind auf ...
29.09.2022 06:00 ROUNDUP: Länder fordern Energiepreisdeckel - und Bewegung v...
29.09.2022 06:00 ROUNDUP: EU-Innenkommissarin kündigt nach Pipeline-Lecks Be...
29.09.2022 06:00 ROUNDUP: Moskau abwartend, Kiew im Vorwärtsdrang - Die Nach...
29.09.2022 05:59 ROUNDUP: Erste Abschnitte von neuer Stromtrasse in Südniede...
29.09.2022 05:57 BGH prüft: Wer darf Datenschutzverstöße vor Gericht bringen?
29.09.2022 05:50 Wie schlimm wird der Abschwung: Institute legen Prognose vor
29.09.2022 05:50 Inflation auf hohem Niveau - Deutlicher Anstieg im September...
29.09.2022 05:50 BGH verhandelt zu Infos über Herstellergarantien im Online-...
29.09.2022 05:50 US-Vizepräsidentin Harris reist nach Seoul
29.09.2022 05:50 Bundestag stimmt über verlängerte Sonderregelung zur Kurza...
29.09.2022 05:50 Hornbach veröffentlicht Zahlen zum ersten Halbjahr
29.09.2022 05:50 BGH prüft: Wer darf Datenschutzverstöße vor Gericht bringen?
29.09.2022 05:47 UN-Chef besorgt wegen Hurrikan 'Ian' - Hilfsangebot
29.09.2022 05:40 Landkreistagschef warnt vor Überlastung durch Flüchtlinge
29.09.2022 05:39 UN: Dänemark, Finnland und Südkorea mit bester digitale I...
29.09.2022 05:39 Im Kampf für Umwelt und Klima: 200 Naturschützer laut Beri...
29.09.2022 05:38 IOW: Klimaeinfluss von Nord-Stream-Lecks eher gering
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
29.09.2022

HORNBACH HOLDING AG & CO. KGAA
Finanz-Analystenkonferenz

HORNBACH HOLDING AG & CO. KGAA
Veröffentlichung des Halbjahresberichtes

Kanada
Bruttoinlandsprodukt 3. Quartal

Kanada
Arbeitsmarkttrends

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services