Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
27.05.2022 20:13

GESAMT-ROUNDUP 2: Berlin sagt Ukraine Wiederaufbau-Hilfe zu

(neu: u.a. Sjewjerodonezk, Selenskyj-Draghi, Truss)

KIEW (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will die von Russland angegriffene Ukraine beim Wiederaufbau mit Soforthilfegeldern in Millionenhöhe unterstützen. Mit der Hilfe dürfe man nicht warten, bis der Krieg zu Ende sei, sagte Entwicklungsministerin Svenja Schulze am Freitag im schwer zerstörten Kiewer Vorort Borodjanka. Die SPD-Politikerin besuchte die Ukraine als zweites Mitglied der Bundesregierung seit Beginn des russischen Angriffskrieges, der am Freitag in den 93. Tag ging. Derzeit toben die schwersten Kämpfe im Osten des Landes.

Die prorussischen Separatisten erklärten die Einnahme der Stadt Lyman im Donbass - nach ukrainischen Angaben von Freitagabend dauerten die Kämpfe jedoch an. Die noch von Ukrainern kontrollierte Stadt Lyssytschansk drohte eingekesselt zu werden. Die besonders schwer umkämpfte Stadt Sjewjerodonezk ist nach Angaben der dortigen Militärverwaltung fast vollständig von russischen Truppen umzingelt. In Sjewjerodonezk sind offiziellen Angaben zufolge seit Kriegsbeginn rund 1500 Menschen getötet worden.

Schulze sichert zivile Hilfen zu - Appell an Putin

Entwicklungsministerin Schulze sagte vor Journalisten in Borodjanka, 185 Millionen Euro für Soforthilfemaßnahmen seien bereits genehmigt. Konkret sollen etwa Wohnungen und Stromleitungen gebaut werden. "Die Ukrainerinnen und Ukrainer brauchen einfach Wasser und Strom. Die, die innerhalb der Ukraine geflohen sind, brauchen ein Dach über dem Kopf, die Kinder müssen wieder in die Schule gehen können, und für all das braucht es Unterstützung", sagte Schulze. Deutschland werde auch die nächsten Jahre Partner bleiben. "Aber wir dürfen nicht erst warten, bis der Krieg zu Ende ist, wir müssen jetzt wieder anfangen, zu helfen und aufzubauen."

Die Ministerin reiste - nach Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) - als zweites Mitglied der Bundesregierung seit Beginn des russischen Angriffskrieges am 24. Februar in die Ukraine. Kremlchef Wladimir Putin forderte sie dazu auf, Getreidelieferungen über die ukrainischen Häfen zu ermöglichen, und gab ihm Schuld an drohenden Hungerkatastrophen in vielen Ländern der Welt. Die russische Darstellung, die westlichen Sanktionen provozierten eine globale Hungerkrise, wies sie zurück.

Die Ukraine, die als Kornkammer Europas gilt, kann durch den Krieg viel weniger Weizen exportieren. Zudem sind durch die Kampfhandlungen Lieferketten unterbrochen. Italiens Regierungschef Mario Draghi sprach mit Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj über die Getreidekrise, nachdem er schon mit Putin darüber geredet hatte. Eine Lösung zeichnete sich aber nicht ab.

Scholz: Putin will zurück zum Recht des Stärkeren

Bundeskanzler Olaf Scholz sagte, das "Putinsche Narrativ", der Westen habe die ausgelöste Hungerkrise zu verantworten, müsse unbedingt widerlegt werden. Beim Katholikentag in Stuttgart verurteilte der SPD-Politiker erneut den russischen Angriffskrieg und betonte, dass Deutschland sich der Unterstützung der Ukraine verpflichtet fühle. "Wir haben uns entschieden, dem Opfer dieses Angriffskriegs beizuspringen", sagte Scholz. "Putins Krieg richtet sich gegen eine Friedensordnung, die aus dem Bekenntnis "Nie wieder" nach zwei verheerenden Weltkriegen entstanden ist. Er will zurück zum Recht des Stärkeren."

Prorussische Separatisten melden Erfolge im Donbass

Die russischen Kräfte sind in den vergangenen Tagen dank massiven Einsatzes von Artillerie und Luftwaffe im Donbass-Gebiet in der Ostukraine schneller vorangekommen als in den Wochen zuvor. Nach eigenen Angaben erlangten die prorussischen Separatisten die Kontrolle über die Stadt Lyman im Gebiet Donezk. Der ukrainische Generalstab berichtete Freitagabend hingegen noch von Kämpfen um die Stadt. Allerdings hatte der ukrainische Präsidentenberater Olexyj Arestowytsch bereits am Vorabend im Fernsehen die strategisch wichtige Ortschaft als verloren bezeichnet.

Lyman liegt westlich des noch von ukrainischen Truppen kontrollierten Ballungsraums um die Großstädte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk. Die russischen Streitkräfte versuchen seit Wochen, dieses Gebiet zu erstürmen. Mit dem Fall von Lyman wird die Versorgung des ukrainischen Militärs in dem Raum schwieriger.

Militärverwaltung: Ostukrainisches Sjewjerodonezk fast eingekesselt

Sjewjerodonezk im Gebiet Luhansk ist nach Angaben der dortigen Militärverwaltung schon zu zwei Dritteln von russischen Truppen belagert, aber noch nicht komplett eingekesselt, sagte der Chef der lokalen Militärverwaltung, Olexandr Strjuk. Die Verteidiger leisteten weiter heftigen Widerstand. Dagegen behaupteten die prorussischen Separatisten der staatlichen Moskauer Nachrichtenagentur Ria Nowosti zufolge, der Ring sei komplett geschlossen um die Stadt.

Rund 90 Prozent der Gebäude in der Stadt sind laut Strjuk beschädigt, 60 Prozent müssten völlig neu gebaut werden. Er hatte zuvor mitgeteilt, dass seit Kriegsbeginn in Sjewjerodonezk rund 1500 Soldaten und Zivilisten getötet worden seien. Viele Menschen seien geflüchtet. Von den einst 130 000 Einwohnern sei mittlerweile nur noch rund ein Zehntel da.

Politiker: Weitere 70 Leichen in ukrainischer Stadt Mariupol gefunden

In der mittlerweile von russischen Truppen eingenommenen Hafenstadt Mariupol sind nach Angaben eines Lokalpolitikers Dutzende weitere Leichen gefunden worden. Rettungskräfte hätten insgesamt rund 70 leblose Körper auf einem ehemaligen Fabrikgelände entdeckt, schrieb der Stadtratsabgeordnete Petro Andrjuschtschenko im Nachrichtendienst Telegram. Die Menschen seien unter den Trümmern begraben worden, als russische Besatzer das Gebäude beschossen, schrieb er. Überprüfen ließen sich diese Angaben zunächst nicht. Mariupol ist zu einem Symbol für die Brutalität des russischen Angriffskriegs geworden.

Britische Ministerin: Ukraine muss auf lange Sicht unterstützt werden

Die britische Außenministerin Liz Truss sieht kein baldiges Ende der russischen Aggression gegen die Ukraine. "Wir müssen bereit sein, die Ukraine auf lange Sicht zu unterstützen", sagte die konservative Politikerin nach einem Treffen mit ihrem tschechischen Kollegen Jan Lipavsky in Prag. Man müsse sicherstellen, dass die Ukraine den Krieg gewinnt und Russland sich zurückzieht./lkl/DP/he



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.090     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
07.07.2022 17:34 TAGESVORSCHAU: Termine am 08. Juli 2022
07.07.2022 17:33 EU-Parlament: Nachhaltiger Sprit soll Standard im Flugverke...
07.07.2022 17:31 DGAP-News: JPMorgan ETFs (Ireland) ICAV: Dividenden (deutsch...
07.07.2022 17:27 DGAP-DD: Einhell Germany AG (deutsch)
07.07.2022 17:21 USA: Rohölvorräte steigen überraschend
07.07.2022 17:15 ROUNDUP: Baerbock setzt auf weitgehende Isolierung Russlands...
07.07.2022 17:06 DGAP-Adhoc: Allerthal-Werke AG: Halbjahresabschluss zum 30.0...
07.07.2022 17:05 «Große Aufgabe»: DFB-Frauen mit viel Druck gegen Dänemark
07.07.2022 17:05 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 07.07.2022 - 17.00 Uhr
07.07.2022 17:04 Abfertiger wollen nur die Hälfte der Flughafen-Hilfskräfte
07.07.2022 17:04 Pleiten und Stürze: Tour-Traum von Roglic zerplatzt
07.07.2022 17:04 DGAP-News: Greiffenberger AG: Hauptversammlung 2022 erfolgre...
07.07.2022 17:02 DGAP-DD: Einhell Germany AG (deutsch)
07.07.2022 17:02 Bund will drittgrößtem Gasimporteur VNG im Zweifel finanz...
07.07.2022 17:00 Devisen: Eurokurs stabilisiert sich - Britisches Pfund legt ...
07.07.2022 17:00 ROUNDUP: Abfertiger wollen nur die Hälfte der Flughafen-Hil...
07.07.2022 16:59 Baerbock: Bei G20-Treffen auf Bali klare Worte gegen Russlan...
07.07.2022 16:58 Scholz: VW-Zellwerk hat besondere Aufgabe, um Abhängigkeit ...
07.07.2022 16:49 Milliardenprojekt für 'blauen Wasserstoff' aus Rostock gepl...
07.07.2022 16:48 IRW-News: Cerro de Pasco Resources Inc.: Cerro de Pasco Reso...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
07.07.2022

SUEDZUCKER AG
Bericht zum 1. Quartal

Japan
Geschäftsklimaindex

Deutschland
Produktionsindex

USA
Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services