Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
25.05.2022 18:30

ROUNDUP/Kreise: Nato-Staaten wollen mit Absprachen Krieg mit Russland verhindern

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Unter den Nato-Staaten gibt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur informelle Absprachen zum Verzicht auf die Lieferung bestimmter Waffensysteme an die Ukraine. Wie der dpa am Mittwoch in Bündniskreisen in Brüssel bestätigt wurde, soll dadurch das Risiko einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Nato-Staaten und Russland möglichst gering gehalten werden.

Befürchtet wird so zum Beispiel, dass Russland die Lieferung westlicher Kampfpanzer und Kampfflugzeuge offiziell als Kriegseintritt werten könnte und dann militärische Vergeltungsmaßnahmen ergreift. Waffensysteme dieser Art wurden bislang nicht in die Ukraine geliefert.

In Deutschland hatten zuletzt Aussagen der Parlamentarischen Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, Siemtje Möller (SPD), für Diskussionen gesorgt. Sie sagte am Sonntag in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" zu Waffenlieferungen, es sei innerhalb der Nato festgehalten, "dass keine Schützen- oder Kampfpanzer westlichen Modells geliefert werden".

Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU) kritisierte daraufhin am Mittwoch, dass die Bundesregierung eine solche Absprache bei den Beratungen im Bundestag zur Lieferung schwerer Waffen nicht erwähnt habe. "Entweder liegt das an einer skandalösen Unfähigkeit, die gepaart ist mit Schlamperei und Unwissenheit. Oder aber, und das wäre ein veritabler Skandal, der Deutsche Bundestag und die Öffentlichkeit werden mit immer neuen Pseudobegründungen hinter die Fichte geführt, um eine systematische Verzögerungsstrategie zu tarnen", sagte er dem Portal "Focus Online".

Ein Nato-Sprecher äußerte sich am Mittwoch nur allgemein zum Thema. Er verwies darauf, dass alle Lieferentscheidungen am Ende Sache der einzelnen Mitgliedstaaten seien. Diese halten sich nach Angaben von Diplomaten bislang an informelle Absprachen - auch weil sie sonst am Ende fürchten müssten, im Fall eines russischen Angriffs nicht die volle Unterstützung der Bündnispartner zu bekommen. Aus diesem Grund soll zum Beispiel Polen vor mehr als zwei Monaten auf die Lieferung von MiG-29-Kampfjets sowjetischer Bauart an die Ukraine verzichtet haben.

Der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Tod D. Wolters, hatte im März zu dem Thema erklärt, die Weitergabe von MiG-29 könne nach Einschätzung von Geheimdiensten von Moskau missverstanden werden und in einer Eskalation Russlands mit der Nato resultieren. Dies sei ein Hochrisiko-Szenario, sagte der Vier-Sterne-General.

Indirekt bestätigt wurden Absprachen in der Vergangenheit unter anderem von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Dieser sagte im März nach einem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten zum Thema Waffenlieferungen: "Es gibt eine Grenze, die darin besteht, nicht Kriegspartei zu werden." Diese Grenze werde von allen Alliierten geteilt und deswegen liefere bislang niemand Waffen wie Flugzeuge.

Der CDU-Politiker Wadephul warf der Bundesregierung am Mittwoch dennoch vor, gegen den Bundestagsbeschluss zur Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine zu verstoßen. "Das findet nicht statt. Damit verstößt die Bundesregierung gegen einen bindenden Beschluss des Parlaments", kritisierte er. "Wenn es so weitergeht, gibt es dazu später einen Untersuchungsausschuss!"

Die Nato nimmt die Bundesregierung hingegen in Schutz. "Deutschland hat der Ukraine Tausende von Waffen zur Verfügung gestellt, darunter Flugabwehrraketen und Panzerabwehrraketen", teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Zudem begrüße man auch die deutsche Entscheidung, der Ukraine Artilleriewaffen und Flugabwehrpanzer zur Verfügung zu stellen.

In Bündniskreisen wurde vor diesem Hintergrund auch betont, dass die Risikoanalysen zu Waffenlieferungen ständig aktualisiert werden. Demnach ist es nicht ausgeschlossen, dass irgendwann einmal doch auch westliche Kampfpanzer und Kampfjets in die Ukraine geliefert werden./aha/DP/stw



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 759     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
06.07.2022 09:19 Spanische Industrie produziert etwas weniger
06.07.2022 09:16 OTS: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH / BNP Paribas Real...
06.07.2022 09:14 DGAP-News: Eckert & Ziegler wird Auftragshersteller für...
06.07.2022 09:10 Kurz vor Fristablauf: Bieter wollen Offerte für Deutsche Eu...
06.07.2022 09:09 IRW-News: Exploits Discovery Corp. : Exploits stärkt techni...
06.07.2022 09:05 ROUNDUP: Deutsche Industrieaufträge steigen wieder leicht
06.07.2022 09:03 OTS: Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS) / Prei...
06.07.2022 09:02 IRW-News: West Mining Corp.: West Mining kündigt Exploratio...
06.07.2022 09:01 4,5 Millionen Arbeitnehmer machen Überstunden
06.07.2022 09:01 Aktien Asien/Pazifik: Verluste - Chinesische Börsen unter D...
06.07.2022 09:00 DGAP-News: Savills Immobilien Beratungs-GmbH: Wohnimmobilien...
06.07.2022 08:55 ANALYSE-FLASH: UBS belässt Lufthansa auf 'Neutral' - Ziel 7...
06.07.2022 08:50 ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Software AG auf 'Underweight' ...
06.07.2022 08:49 Neuer Finanzminister verteidigt Johnson gegen Kritik
06.07.2022 08:46 Gärtnern wird teurer
06.07.2022 08:45 Pilotenvereinigung rechnet mit langen Wartezeiten am BER
06.07.2022 08:45 DGAP-News: Savills Immobilien Beratungs-GmbH: Gewerbeinvestm...
06.07.2022 08:43 Handel leidet unter 'Dauerproblem' Lieferengpässe
06.07.2022 08:41 IRW-News: CropEnergies AG: CropEnergies mit sehr gutem Start...
06.07.2022 08:37 OTS: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH / BNP Paribas Real...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
06.07.2022

CROPENERGIES AG
Bericht zum 1. Quartal

Spanien
Industrieproduktionsindex

Deutschland
Umsätze im verarbeitenden Gewerbe

Deutschland
Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services